
Zwei schöne Präparate von Mehlschwalben sind jetzt im Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Dürkheim ausgestellt. Warum du sie bald nicht mehr sehen kannst.
Bis zum 25. Januar findest du die beiden Vögel in der Chronofotografie-Ausstellung im Vortragssaal. Sie gehören zum Fundus des Pfalzmuseums. Ein Fundus ist der gesamte Bestand an Objekten, den ein Museum besitzt. Den größeren Teil davon bekommen Besucher normalerweise nicht zu sehen.
So werden auch die beiden Schwalben-Präparate bald wieder im Magazin aufbewahrt, auch Depot genannt. Der Grund ist ganz einfach: In öffentlichen Ausstellungsräumen von Museen ist nicht genug Platz für alle Objekte. Dafür kann man aber auf sie zurückgreifen, zum Beispiel so wie jetzt für eine Ausstellung oder auch für Forschungszwecke.
Die zwei Schwalben sind in der Vitrine gut zu betrachten. Sie haben oberseits ein blauschwarzes Federkleid, die Unterseite ist dagegen weiß. Auch siehst du, dass es recht kleine Vögel sind. Sie wiegen ungefähr nur 20 Gramm! Stell dir vor: Diese Tiere fliegen Tausende von Kilometern weit und sogar über die Wüste! Ihre Winterquartiere liegen in Afrika, südlich der Sahara.
Nisthilfen am Pfalzmuseum
Schwalben leben von Insekten wie Fliegen, Mücken und Blattläusen. Diese Nahrung fehlt bei uns im Winter. Deswegen würden die Zugvögel die kalten Monate nicht überleben. Aber im Frühling kommen sie wieder zu uns. Um für den weiten Weg die nötige Kraft zu haben, müssen sie genug Insekten fressen.
Draußen am Museumsgebäude und an zwei benachbarten Häusern hängen unter den Dächern mehrere Schwalbennester. Die Vögel bauen ihr Nest aus feuchten Erd- und Lehmklümpchen. Aber sie leiden unter großer Wohnungsnot. Es gibt immer weniger nasse Bodenstellen und Pfützen, weil heute viele Wege und Plätze asphaltiert sind.
Manche Leute wollen die Nester auch nicht am Haus haben. Dabei gehören Schwalben seit Jahrhunderten zu unseren Dörfern und Städten. Um ihnen zu helfen, hängen Vogelfreunde künstliche Schwalbennester auf. Solche Nisthilfen kannst du auch am Pfalzmuseum sehen.
Wenn die Vögel aus Afrika zurückkommen, werden sie bestimmt wieder hier einziehen.
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