
Der „Goldene Nils“ für den besten Kinderfilm geht in diesem Jahr an „Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde“.
Bis zuletzt hatte nicht nur die Kinderjury gehofft, dass Tobias Krell am Sonntagmittag nach Ludwigshafen kommen würde, um den Preis persönlich abzuholen. Der in München lebende Checker Tobi kennt hier nicht nur das Filmfestival von einem früheren Besuch, sondern ist in der Vergangenheit auch häufiger mit Konzertformaten bei der BASF aufgetreten. Zudem ist seine rheinhessische Heimat nicht weit – und er ist bekennender FCK-Fan. Aber alles Hoffen war vergebens: Da der 40-Jährige zurzeit in Berlin Dreharbeiten hat, war ein Besuch auf dem Ludwigshafener Festival zeitlich nicht machbar.
Die Preisverleihung am letzten Tag des Ludwigshafener Filmfestivals hatte aber einen anderen Star – und das war RHEINPFALZ-Maskottchen Nils Nager. Der Biber, der dem „Goldenen Nils“ seinen Namen gegeben hat, stand am Roten Teppich und im Zeltkino für unzählige Fotos zur Verfügung – und sorgte für großen Jubel, als er die „six seven“-Geste machte.
Zum neunten Mal vergeben
Der „Goldene Nils“ ist ein gemeinsamer Preis von Festival des deutschen Films und RHEINPFALZ und in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben worden. Der Geschäftsführer der RHEINPFALZ, Holger Martens, dankte dem Kinderfilm-Kurator Rolf-Rüdiger Hamacher und dem Festival-Intendanten Michael Kötz dafür, Kinderfilme zu zeigen und zu prämieren. „Es ist ein wahnsinniger Unterschied, ob man einen Film in einem großen Saal sieht und hört und merkt und spürt, wie die anderen reagieren“, sagte Kötz. „Man gerät in eine fremde Geschichte hinein oder in ein fremdes Gebiet und erlebt ein Abenteuer mit und vergisst völlig, dass man ganz woanders ist.“
Wer den Siegerfilm anschaut, kann tatsächlich nicht nur in ein weit entferntes Land reisen, sondern gleich in mehrere. „Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde“ nimmt das Publikum mit nach Madagaskar und in die Arktis, nach Mexiko – und in Tobis eigenen Keller, den er ausmistet. „Er macht viele Erfahrungen und erlebt mit dem kleinen Tobi, seinem jüngeren Ich, besondere Momente“, heißt es in der Begründung der Jury. Und: „Komplizierte Themen vermittelt Tobi so, dass sie auch für jüngere Kinder leicht verständlich sind. Wir wurden nicht nur gut unterhalten, sondern haben auch viel gelernt.“
Für die fünf Kinder aus Neustadt, Landau, Speyer, Rhodt unter Rietburg und Ludwigshafen ist eine interessante, aber durchaus auch intensive Zeit zu Ende gegangen. Drei Wochenenden lang haben sich die zwei Jungen und drei Mädchen auf dem Ludwigshafener Filmfestival getroffen, alle Filme angeschaut und anhand von Kritikerbogen bewertet.
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