Was sind Biber eigentlich?

Biber
© Petra Kohlstädt / Fotolia.com.

Wer ich bin und was ich so mache, wisst ihr ja längst.  Doch das Leben meiner Artgenossen da draußen außerhalb der Zeitungswelt sieht ganz anders aus, als meines.

Zunächst einmal: Außer unserer Familie leben in der Pfalz zur Zeit keine anderen Biber. Die Menschen haben sie vor langer Zeit ausgerottet. Und wisst ihr warum? Weil Biber den Menschen so lecker schmeckten, und die Mönche  damals einfach behauptet haben, wir seien wegen unserer schuppigen Schwänze Fische, die sie auch in der Fastenzeit futtern dürften. So landeten meine Vorfahren einfach im Kochtopf. Und aus dem warmen Fell wurden Menschenmützen genäht. Frechheit!

Vielleicht aber gibt es bald auch hier wieder Biber: Denn im Saarland und an der Französischen Grenze gibt es inzwischen wieder etliche meiner Verwandten. Hoffentlich entdecken sie bald, dass es sich an Pfälzer Bächen, Flüssen und Seen auch wieder ganz gut leben lässt. Sobald es so weit ist, informiere ich euch natürlich sofort!

Von einem Biber abgenagter Baumstamm
© Vita Vanaga / Fotolia.com.

Biber sind reine Vegetarier. Das heißt, wir ernähren uns  ausschließlich von Pflanzen. Am liebsten fressen Biber Kräuter, Gräser und Blätter und Rinden von Bäumen.

Biber werden bis zu zwölf Jahre alt.

Wir sind echte Riesen: Denn Biber sind die zweitgrößten Nagetiere der Welt. Am größten, also am längsten, sind die südamerikanischen Wasserschweine. Sind zwar keine Schweine, sehen aber aus wie riesige Meerschweinchen und werden 1,30 Meter lang. Unsereins schafft aber immerhin 100 Zentimeter Körperlänge und wiegt 20 bis 30 Kilogramm.

Typisch für uns alle ist unsere „Kelle", der breite, abgeplattete, mit einer lederartigen Haut bedeckte und unbehaarte Schwanz. Die Kelle dient als Steuer beim Abtauchen. Beim Tauchen verschließen wir übrigens Nase und Ohren. So können wir bis zu 20 Minuten unter Wasser bleiben.

Eigentlich sind wir mehr Wasser- als Landtiere. Wir haben sogar Schwimmhäute.  Das kann man kaum glauben, sind junge Biber nämlich eigentlich wasserscheu!  Doch die Bibermütter kennen da nichts: Sie werfen ihre Jungen einfach irgendwann ins Wasser - und schwuppdich kann der Nachwuchs auch schon schwimmen.
Doch auch an Land bewegen wir uns problemlos.

Kein Wunder, schließlich finden wir hier eine Menge Futter. Und natürlich auch Baumaterial für unsere riesigen Biberburgen, mit denen wir nicht nur das Wasser von Bächen stauen, sondern in denen wir auch wohnen.

Biberburg
© PiLensPhoto / Fotolia.com.

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