Wie Pilze einen Baumstamm zersetzen

Richtig bröckelig ist der Rest des Baumstamms geworden, der am Wegrand im Dürkheimer Wald liegt. Er sieht beinahe aus wie roter Sandstein.

Als der Baum noch lebte, war sein Inneres ganz fest. Aber wenn du jetzt sein Holz anfasst, fühlt es sich mürbe und trocken an. Und es gibt so nach, dass du es zwischen den Fingern zerdrücken kannst. Längs und quer verlaufen viele Risse durch das alte Stammstück. Es zerfällt sogar in würfelförmige Stücke.

In so einem Fall sprechen Fachleute von „Würfelbruch“. Das ist ein typisches Zeichen dafür, dass hier Pilze am Werk sind. Sie dringen in den Holzkörper ein und breiten sich darin immer weiter aus. Das tun sie, weil sie von bestimmten Stoffen im Holz leben und sie für sich verwerten.

Pilze verursachen bräunliche Färbung

Das modrige Holz bekommt dabei eine bräunliche oder rötliche Färbung. Fachleute erkennen daran, welche Pilze hier arbeiten. Es sind sogenannte Braunfäule-Pilze. Während sie das Holz zersetzen, lassen sie nur das festere Gerüst seiner Zellen übrig. Zu den Pilzen, die Braunfäule bewirken, gehört zum Beispiel der Rotrandige Baumschwamm.

Den hast du sicher schon mal an alten Baumstämmen gesehen, wo er oft durch seinen rot gefärbten Rand auffällt. Außer der Braunfäule kannst du an verrottendem Holz oft die Weißfäule entdecken. Sie wird von anderen Pilzen erzeugt und sieht viel heller aus.

Fäulnispilze erfüllen wichtige Aufgaben. Mit ihrer Arbeit gehören sie zum Kreislauf der Natur. Sie schaffen dabei neue Lebensräume. Wo sich im Holz große und kleine Höhlen bilden, finden viele Tiere Unterschlupf.

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