Nils fragt: Echt, ein Drachentöter?

Die Geschichte vom Heiligen Georg, der einen Drachen getötet haben soll, ist ein gutes Beispiel dafür, dass man den Inhalt einer Legende oft nicht für bare Münze nehmen kann. Denn, das weiß jedes Kind, Drachen gibt es nicht. Auch nicht zu der Zeit, als Georg gelebt hat. Das war wohl im Jahr 300 nach Christus. Er soll Offizier im Dienst des römischen Kaisers Diokletian und gläubiger Christ gewesen sein. Damals war das Christentum noch eine recht junge Religion und seine Anhänger wurden unterdrückt und verfolgt. Im Jahr 303 ordnete Diokletian eine Christenverfolgung im ganzen Reich an. Weil Georg sich weigerte seinem Glauben zu entsagen, wurde er gefoltert und enthauptet. Das ist der historische Kern der Heiligenlegende.

Die Erzählung vom Drachentöter – also der wohl erfundene Teil – stammt aus dem Mittelalter und ähnelt einem Rittermärchen: Georg rettet die Königstochter von Kappadokien vor einem Drachen, indem er ihn mit einer Lanze tötet. Das feuerspeiende Ungeheuer tyrannisiert das Land, und das Opfer der Prinzessin soll es besänftigen. Nach dem Tod der Bestie ist das Land befreit und viele Menschen lassen sich taufen. Der Drachenkampf symbolisiert den mutigen Kampf gegen das Böse, den Sieg Gottes gegen den Teufel. Gedenktag für den Heiligen Georg ist jedes Jahr der 23. April.

(Quellen: www.katholisch.de und www.wikipedia.de).