Nils berichtet: Am Samstag ist Priesterweihe

Sie müssen männlich, katholisch und unverheiratet sein. Auch müssen sie von Gott berufen sein. Ob sie das sind, entscheidet die Kirche. Die prüft zum Beispiel, ob die Kandidaten das Priesterleben wirklich wollen. Außerdem müssen die Kandidaten das Priesterseminar besuchen.

Christoph Herr hat das alles schon hinter sich. Am Samstag ist es nun endlich soweit: Der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann wird ihn zum Priester weihen. Er ist der einzige Neupriester in diesem Jahr. Herr wurde 1990 geboren und wuchs in Germersheim auf. Das Abitur machte er am Speyerer Nikolaus-von-Weis-Gymnasium. In seiner Heimatpfarrei Germersheim wird er am Sonntag, 17. Juni, 10 Uhr, in der Pfarrkirche St. Jakobus seine Primiz feiern. So nennt man die erste heilige Messe, die ein Priester hält.

Nils fragt: Was sind Fundtiere?

Im Wald sehen wir ja immer wieder mal Tiere. Aber nicht alle sind Fundtiere, hat mir Oma Nagute neulich erklärt. Dazu gehören nämlich nur entlaufene, verirrte oder verloren gegangene Tiere mit unbekanntem Besitzer. Wer so eines findet, muss es beim Ordnungsamt melden. Das Amt muss sich um die Katzen, Hunde, Vögel und Schildkröten kümmern und gibt sie meist im Tierheim ab. Fundtiere erkennt ihr übrigens oft am Halsband, Tätowierungen und Mikrochips. Oder wenn sie sich streicheln lassen. Dann sind sie Menschen gewöhnt. Meldet sich der Besitzer sechs Monate lang nicht beim Amt oder Tierheim, darf ein Fundtier neuen Besitzern vermittelt werden.

Ausgesetzte und verwilderte Haus- oder Wildtiere dürft ihr übrigens nicht mitnehmen. Wildtiere dürfen laut Gesetz keinen Besitzer haben, auch wenn sie vorübergehend bei Menschen unterkommen. Sie müssen, sobald sie gesund sind, wieder in die Freiheit entlassen werden.

Nils erklärt: Das Leben bei Hof war früher gar nicht fürstlich

Wusstet ihr, dass das Leben bei Hofe früher gar nicht so schick war, wie man heute denkt? Im ganzen Schwetzinger Schloss beispielsweise gab es kein einziges Klo. Man muss sich vorstellen, dass der Kurfürst dort im Sommer regelmäßig alle seine Freunde eingeladen hatte, meistens einige hundert Leute, die zum Tanzen, Essen und Trinken kamen. Die sind einfach aus den prunkvollen Sälen raus in den Garten, wenn sie mal mussten. Das hat sich inzwischen geändert: Für die Besucher gibt es Klos, es muss niemand mehr ins Gebüsch. Und dort muffelt es noch nicht einmal mehr zur Spargelzeit.

Nils fragt: Was sind Stadtwerke?

Strom fürs Licht, Gas zum Heizen und Wasser zum Waschen – in viele Haushalte in Deutschland liefern das die Stadtwerke. Stadtwerke sind Unternehmen, die wenigstens zum Teil einer Stadt oder einer Gemeinde gehören und auch dort ihren Firmensitz haben. Diese Versorgungsbetriebe machen oft noch mehr als Energie zu liefern. Sie versorgen Haushalte und Fabriken mit Wärme, damit wir nicht frieren. In Pirmasens sind sie auch für die Busse in der Stadt zuständig und betreiben das Plub. In Deutschland gibt es etwa 700 kleinere und mittelgroße Stadtwerke.

Nils erklärt: Wo die Schnaken entstehen

Wenn ihr abends noch draußen seid und es dämmrig wird, kommen die Schnaken und stechen euch. Blöde Viecher, die nerven ganz schön. Eigentlich sind es zwei Arten von Schnaken, die uns plagen: Rheinschnaken und Hausschnaken. Die Hausschnaken leben nahe bei Menschen, legen ihre Eier in Regentonnen oder in Blumen-Untersetzer. Die Rheinschnaken leben in den Wäldern und Wiesen am Rhein. Ihre Eier liegen im feuchten Boden und werden überspült, wenn der Rhein Hochwasser (in Speyer ein Wasserstand ab 4,20 Meter) hat. Das ist in jedem Jahr einige Male der Fall. Dann schlüpfen auf einmal ganz viele Schnakenlarven, aus denen sich die Stechmücken entwickeln.

Nils berichtet: Kita-Kinder und gesundes Essen

Morgens, mittags, abends – wir alle essen jeden Tag. Für mich kocht meine Mama, deshalb habe ich noch nie darüber nachgedacht, was ich eigentlich esse. Geht es euch genauso? In vielen Kindergärten wird das Essen zu einem Thema. Dank des Programms „Abenteuer Essen“ von der Metropolregion Rhein-Neckar lernen die Kinder viel über bewusste Ernährung, Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln. Außerdem kochen und essen sie gemeinsam und besuchen sogar einen Bauernhof. Die Aktion „Abenteuer Essen“ möchte damit Krankheiten vorbeugen, die durch falsche Ernährung verursacht werden. Bisher haben schon 70 Kindergärten mitgemacht, ab Juni ist die katholische Kindertagesstätte St. Gallus in Friesenheim dabei. Übrigens: Auch meine Schwester Nessy und ich haben vor, gemeinsam zu kochen und bewusst zu essen.

Sportnotizen: Nils berichtet: Der Kartfahrer aus Speyer

Benjamin Theuer aus Speyer fährt Kart-Slalom. Ein Kart ist ein kleines Sport-Auto. Beim Slalom geht es darum, möglichst schnell um Hütchen zu fahren. Aber das nutzt euch alles nichts, wenn ihr dabei die Hütchen umwerft. Dann gibt’s Strafpunkte. Benjamin betreibt seinen Sport recht erfolgreich. Gerade hat er zum dritten Mal in diesem Jahr den fünften Platz belegt. Der Wettbewerb war in Bobenheim. Das liegt so 30 Kilometer nördlich von Speyer. Ausrichter war der Motor- und Touristik-Club Bobenheim. Benjamin ist in der Klasse der Jahrgänge 2003 und 2004 gefahren. Es treten also immer in etwa Gleichaltrige gegeneinander an. Es gab zwei Läufe. Am Ende hatte unser Speyerer einen Rückstand von 1,67 Sekunden auf den Sieger. Das ist wirklich nicht viel. Ihr müsst bedenken, dass noch drei andere vor Benjamin lagen. Im Kart-Slalom geht es also sehr eng zu.

Heute (19.30 Uhr) bestreiten die Regionalliga-A-Junioren des FC Speyer 09 gegen den Tabellenletzten und bereits abgestiegenen JFV Rhein-Hunsrück ihr abschließendes Saisonspiel. Aufgrund eines Unglücks auf Seiten der Gäste kam es zur späten Neuansetzung. FC 09-Trainer Benny Glump nimmt das letzte Mal auf der Bank der Speyerer Platz. Der Übungsleiter übernimmt zur kommenden Saison die Unter-17-Jährigen des 1. FC Kaiserslautern. „Ich bedanke mich bei Klaus Weber und Sebastian Ebeling, dass ich die U19 beim FC machen durfte“, sagte er im Gespräch mit der RHEINPFALZ: „Genauso bei meinem Co-Trainer Dennis Will, ohne den ich das nicht gemacht hätte. Ich hatte eine schöne Zeit in Speyer.“ Glump versteht die Spielneuansetzung nicht: „Es ist schade, dass wir spielen müssen. Für Rhein-Hunsrück ist das katastrophal“, äußerte er sich und distanzierte sich von der Entscheidung des Verbandes. Ein letztes Mal sollen seine Jungs „Spaß beim Fußball haben“. Ansonsten sei das Spiel für ihn ohne Bedeutung.

Nach dem 17:4-Erfolg gegen den TSV Billigheim-Ingenheim haben die Damen 40 des TuS Heiligenstein beste Chancen, in die Pfalzliga aufzusteigen. Am Samstag (13.30 Uhr) kommt GW Münchweiler. Punkte: Kröger, Schega, Klich, Blau, Kröger/Schega, Klich/Hertel, Blau/Markert. Die Herren 65 (B-Klasse) spielten gegen TC Limburgerhof 7:7 (Zähler: Baader, Kälble, Baader/Jerg). Heute (10 Uhr) beenden sie die Runde zuhause gegen SW Bad Dürkheim. Die 40er (B-Klasse) unterlagen TC Neupotz 5:16 (Spieß, Spieß/Rüschoff), die Damen 40 II (B-Klasse) TV Hagenbach 2:19 (Hoecker).

Platz drei hat Claudia Pabst (KC Speyer) beim Bodensee-Marathon über 42 Kilometer mit Start und Ziel in Iznang belegt. Pabst benötigte 4:48 Stunden. Der Speyerer Zweier-Kajak mit Alexander Wels und Stefan Schuster benötigte als Siebter knapp über zwei Stunden. Insgesamt saßen 207 Paddler aus dem In- und Ausland in 178 Booten. Andreas Heilinger (3:15 St.) erzielte das beste Ergebnis aller 24 Auflagen.

Nils erklärt: Was Stabhochsprung so schwierig macht

Kinder, Kinder. Mut hab’ ich, Kraft wie ein Bär. Ich bin ein Techniker, habe Kondition und natürlich höchste Bewegungsfertigkeit. Und ich kann das alles in Sekundenschnelle vereinen. Was ist gelogen? Na ja. Könnte ich das alles, wäre ich vielleicht ein guter Stabhochspringer.

Dass heute Frauen über fünf Meter und Männer über sechs Meter springen, hat mit dem Stab zu tun. Die Pioniere des Stabhochsprungs benutzten Stäbe aus Holz. Dann kamen Stäbe aus Bambus oder Leichtmetall, die Sprünge bis zu fünf Metern erlaubten. Aber erst mit den Stäben aus Fiberglas und Carbon sind die Springer in neue Dimensionen vorgestoßen: Beim Einstich lädt sich der Stab mit Energie auf und gibt sie an den Springer zurück. Wie bei einem Katapult.

Was Stabhochsprung so schwierig macht? Der Anlauf. Schon das ist heikel. Wer hoch springen will, muss schnell sein. Bis zu 20 Schritte nehmen die Athleten Anlauf, um zu beschleunigen. Und das ohne Unterstützung der Arme, den die halten den Stab. Während des Anlaufens senken die Athleten ihn. Die Kunst besteht darin, bis zum Einstich in den Kasten zu beschleunigen.

Einstich und Absprung. Setzt der Athlet seinen Stab in den Einstichkasten, muss er abspringen und den Stab biegen. Fachleute sagen: Der Springer speichert elastische Energie im Stab – und holt sie sich in der Sprungbewegung zurück.

Das Aufrollen. Stabhochspringer wollen sich nicht unkontrolliert nach oben schleudern lassen. Sie vollführen eine schnelle Ganzkörperstreckung, klettern dabei am Stab und ergänzen den Katapulteffekt mit Muskelkraft – das sogenannte Aufrollen bis in eine gestreckte Kopf-nach-unten-Position.

Überquerung der Latte. Hat sich der Stab wieder gestreckt, dreht sich der Springer mit Bauch und Brust zur Latte, um sie zu überqueren. Die Landung erfolgt auf dem Rücken – aber nur dann, wenn der Sprung auch technisch gelungen ist.

Nils fragt: Was ist ein Flashmob?

„Kommst du mit? In der Innenstadt findet ein Flashmob statt“, fragt Nals seinen Bruder Nils. Der findet das Wort ganz schön komisch. „Muss ich da putzen?!“, fragt Nils schockiert, weil er sofort an einen Wischmopp denken muss. „Nein“, beruhigt ihn Nals und fängt an zu erklären. „Das Wort Flashmob kommt aus dem Englischen. Es setzt sich zusammen aus den Worten ,Flash’, was Blitz bedeutet, und ,mob’, was eine aufgewühlte Menschenmenge umschreibt. Bei einem Flashmob treffen sich Menschen, die sich gar nicht kennen, um etwas gemeinsam zu machen. Das kann eine riesige Kissenschlacht sein oder ein gemeinsamer Tanz auf einem öffentlichen Platz. Manchmal sind Flashmobs sehr erfolgreich und es kommen viele hundert Menschen oder Menschen aus aller Welt nehmen an verschiedenen Orten an einem gemeinsamen Flashmob teil. Manchmal funktioniert es aber auch nicht, weil zu wenig Leute kommen. Wie erfolgreich ein Flashmob wird, wissen die Veranstalter daher immer erst hinterher“, erklärt Nals. „Na, dann nix wie hin“, findet Nils und marschiert mit Nals los.