Stellt euch vor, nächste Woche treffen sich die Mitglieder des Hauptausschusses gleich zwei Tage lang. Los geht die Sitzung am Montag um 8 Uhr. Dann ist mittags Schluss, weil noch andere Sitzungen sind. Am Dienstag geht es weiter: von 9 Uhr bis zum Abend. Der Hauptausschuss ist im Prinzip das zweitwichtigste politische Gremium nach dem Stadtrat. Und er nimmt sich dieses Mal so viel Zeit, weil es zwar nur um ein Thema geht, aber dafür ein ganz wichtiges: den nächsten Doppelhaushalt. Dort ist in ganz vielen Zahlen festgehalten, mit welchen Einnahmen die Stadt in den nächsten Jahren rechnet und welche Ausgaben anstehen. Im Prinzip ist das ganze politische Leben für zwei Jahre in Zahlen gegossen. Folglich ist der Haushalt 1500 Seiten dick. Und damit die Stadtspitze da nicht einfach etwas reinschreibt, was andere nicht wollen, bekommen die Politiker im Ausschuss die Gelegenheit, das Zahlenwerk Seite für Seite durchzugehen und Fragen zu stellen. Das ist sehr aufwendig, aber auch extrem wichtig.
Autor: nilsnager
Nils erklärt: Das Pfefferminzbähnel
Von Speyer hat man mit dem Zug direkte Verbindungen nach Karlsruhe oder Germersheim, nach Mannheim oder manchmal auch nach Mainz. Wer Neustadt als Ziel hat, muss jedoch in Schifferstadt in eine andere S-Bahn umsteigen. Früher war das nicht so. Da gab es eine direkte Bahnverbindung zwischen Speyer und Neustadt: das sogenannte Pfefferminzbähnel. Es verkehrte zwischen 1905 und 1957, dann wurden die Gleise, die schmaler waren als die der heutigen Strecke, abgebaut. Die mit Dampfloks betriebene Linie führte über Dudenhofen, Harthausen, Schwegenheim, Weingarten, Freisbach, Gommersheim, Geinsheim, Duttweiler und Speyerdorf alles andere als schnurstracks nach Neustadt – es war zwar eine Direktverbindung, aber schneller als heute kam man über sie auch nicht in Neustadt an.
Nils berichtet: Tierischer Advent im Wildpark
«SILZ.»Ach schön, die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Bei uns im Biberbau gibt’s dann immer einen tollen Adventskranz. Natürlich nicht mit Kerzen und Weihnachtsdeko wie bei euch Menschen, sondern mit Sachen aus der Natur. Und genau so einen bekommen die Tiere aus dem Wild- und Wanderpark in Silz am Sonntag auch. Nur, dass der Adventskranz dort echt riesig ist. Vier Meter Durchmesser hat er – also so viel, wie wenn ihr vier richtig lange Schritte machen würdet. Der Kranz ist ein vorweihnachtliches Geschenk für die Tiere. Die freuen sich natürlich besonders aufs Schlemmen. Deswegen haben die Parkmitarbeiter viele Leckereien besorgt: rund 100 Kilogramm Möhren, Apfel- und Kartoffelscheiben. Ihr könnt am Sonntag, 16 Uhr, in den Park kommen, die Happen auf Schnüre fädeln und sie dann am Tannenkranz befestigen. Wenn die Sonne untergeht, wagen sich die Tiere aus dem Wald, beschnuppern neugierig den Kranz – und lassen es sich schmecken. Und ihr könnt das Damwild und die niedlichen Ziegen dabei beobachten. Danach könnt ihr euch einer Fackelwanderung zur Pferdewiese anschließen, wo euch Parkleiterin Marianne Geppert eine Weihnachtsgeschichte erzählt.
Nils berichtet: Ein ganz mobiler Unterricht
Einen Verkaufswagen von Bäckern oder Metzgern kennt ihr bestimmt vom Wochenmarkt. Es gibt aber sogar auch fahrende Sprachlehrer. Eine pfiffige Idee. Das Projekt nennt sich „France-Mobil“ und wird kommende Woche an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft 2 sowie Mitte Dezember am Carl-Bosch-Gymnasium Station machen. Das deutsch-französische Jugendwerk und die französische Botschaft hatten 2002 die Idee für den rollenden Französisch-Unterricht. Seit September sind wieder zwölf Französisch-Lehrer in ganz Deutschland unterwegs, um mit Schülern die Sprache des Nachbarlands zu üben. Es geht darum, auf spielerische Art und Weise das Interesse an der französischen Sprache und Kultur zu wecken. Schulen können sich für den Besuch des France-Mobils bewerben. Die Schüler der Berufsbildenden Schule und des Gymnasiums freuen sich schon auf den mobilen Unterricht. Es gehe dabei ja auch um die „Relevanz der französischen Sprache sowie die Freundschaft von Ludwigshafen mit der Partnerstadt Lorient“, meint BBS-Lehrerin Alexandra Lenk. Am Gymnasium sieht das Lehrerin Gwendoline Etienne ganz ähnlich: Sie freut sich daher, dass rund 150 Fünftklässler bei diesem Unterricht mitmachen.
Nils berichtet: Lesen zu können ist echt wichtig
Lesen (und Schreiben) ist wichtig. Wer das nicht kann, hat es schwer im alltäglichen Leben. Für solche Menschen gibt es auch ein Fachwort: Analphabeten. In Deutschland leben rund 7,5 Millionen Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können. Meist können sie zwar einzelne Buchstaben erkennen und zum Beispiel ihren Namen schreiben. Aber ganze Texte zu lesen und zu verstehen, das klappt nicht. Viele dieser Menschen haben zwar in der Grundschule Lesen und Schreiben gelernt, es später aber wieder verlernt. Vielleicht auch deshalb, weil sie sich nicht so für Bücher interessiert haben. Obwohl Lesen ganz viel Spaß machen kann. Deshalb ist es toll, wenn es Angebote wie in unserer Stadtbücherei gibt. Da kann man das mit dem Spaß einfach mal ausprobieren.
Nils erklärt: Ein alter Brauch
Stellt ihr an Weihnachten einen Christbaum auf? Dann interessiert dich vielleicht, dass es Weihnachtsbäume seit gut 500 Jahren gibt. Wo der erste Christbaum stand, ist umstritten. Lettland macht das Jahr 1510 für sich geltend, aber auch das benachbarte Estland, beides kleine Staaten in der Nähe von Russland. Außerdem gibt es aus dem französischen Straßburg – ganz in der Nähe der Pfalz – Hinweise darauf, dass eine solche Nadelbaum-Tradition zu dieser Zeit begann. Aber lange konnten sich nur sehr wohlhabende Menschen Tannen oder Fichten als Weihnachtsbäume leisten. Heute werden in neun von zehn Familien mit Kindern und Jugendlichen Weihnachtsbäume festlich geschmückt.
Nils berichtet: Wildtier-Advent nahe Silz
Ein Adventskranz von vier Metern Durchmesser – wo gibt’s denn sowas? Natürlich nicht im heimischen Wohnzimmer, sondern alle Jahre wieder im Wild- und Wanderpark Südliche Weinstraße bei Silz. Der Riesenkranz ist ein vorweihnachtliches Geschenk für die Tiere im Park. Wildadvent nennt sich dieses stimmungsvolle Ereignis. Mitarbeiter besorgen dafür jede Menge tierische Leckereien: Die rund 100 Kilogramm Möhren, Apfel- und Kartoffelscheiben sind für Wildtiere im Winter ein ganz besonderer Schmaus. Am Sonntag, 25. November um 16 Uhr ist es soweit: Kinder und Erwachsene fädeln die Happen auf Schnüre und befestigen sie am Tannenkranz. In der Abenddämmerung wagen sich die Tiere dann aus dem Wald, beschnuppern den essbaren Kranz – und lassen es sich schmecken. Sobald es dunkel ist, können sich die Besucher außerdem einer Fackelwanderung zur Pferdewiese anschließen. Dort erzählt Geschäftsführerin Marianne Geppert, umgeben von flackernden Schwedenfeuern, eine vorweihnachtliche Geschichte für Kinder. Mehr Infos unter www.wildpark-silz.de.
Nils erklärt: Die Franzosen entwickelten die Disziplin
Das Wort „Cyclocross“ kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt so viel wie querfeldein. Damit ist eigentlich schon ziemlich vieles erklärt. Denn bei der Sportart „Cyclocross“ geht es mit dem Rad über Stock und Stein, rauf und runter.
Wo der Sport herkommt ist gar nicht so genau bekannt, vermutlich aber auch aus Frankreich. Dort sollen um 1900 Rennradfahrer ihre Kondition dadurch trainiert haben, dass sie auch mal abseits der Straße gefahren sind. Es gibt aber auch eine Geschichte, die besagt, dass sich das Cyclo- oder Radcross aus sogenannten Kirchturmjagden entwickelt hat.
Das waren Rennen, in denen die Fahrer den nächsten Ort so schnell wie möglich erreichen mussten. Orientierung gab ihnen dabei der Kirchturm, den konnten sie ja von weitem sehen. Dann ging es querfeldein so schnell es ging ans Ziel. Welcher Weg gewählt wurde war egal. Heute gehen die Cyclocrossrennen natürlich über abgesteckte Rundstrecken.
Nils berichtet: Kindern einen Wunsch erfüllen
Das Kinderheim St. Annastift startet jedes Jahr seit 2001 eine Wunschzettelaktion. Da kann jeder den Kindern und Jugendlichen vom St. Annastift Weihnachtswünsche erfüllen und ihnen so eine Freude bereiten. Auf Wunschzettel schreiben die Kinder alle ihre Wünsche auf – egal ob Kuscheltier, Puppe oder Fahrrad. Wer mitmacht, kauft ein Geschenk und verpackt es. Wer kein Geschenk besorgen will, kann auch Geld spenden. Davon kauft der Förderverein die übrigen Wunschzettel-Geschenke.
Am 20. Dezember sollen die Geschenke bei einer Weihnachtsfeier übergeben werden. Aber noch nicht alle Wünsche wurden erfüllt. Deshalb kann man weiterhin bei Ulrike Denk, der Vorsitzenden des Fördervereins, anrufen: Ab 18 Uhr unter Telefon 0621/5720384. Sie erzählt dann, welche Wünsche noch offen sind.
Nils fragt: Was ist der Buß- und Bettag?
„Was ist denn ein Bettag?“, hat mich mein Bruder Nals gefragt. Ob er da den ganzen Tag im Bett bleiben dürfe, war seine erste Vermutung, als er die Bezeichnung neben dem Datum vom 21. November dieses Jahr im Kalender entdeckt hatte. Ich kenne das ja als Pyjamatag. Das habe ich mal an einem verregneten Sonntag gemacht. Ausschlafen, gar nicht erst anziehen, den ganzen Tag so richtig schön verbummeln: herrlich! Aber damit lagen wir beide falsch, wie dann Papa Nagbert aufgeklärt hat. Bettag hat nichts mit Bett zu tun, sondern mit beten. Der Buß- und Bettag – so heißt der Tag nämlich komplett – ist ein evangelischer Feiertag. Bis 1994 war es sogar ein richtiger gesetzlicher Feiertag, mit schulfrei und nicht arbeiten gehen. Und natürlich hatten die Geschäfte auch zu. Zur Finanzierung der damals neu eingeführten Pflegeversicherung wurde der Feiertag abgeschafft. Das fanden natürlich nicht alle toll. Heute ist der Buß- und Bettag nur noch in Sachsen ein gesetzlicher Feiertag. Der Buß- und Bettag findet immer an einem Mittwoch im November statt, und zwar genau elf Tage vor dem ersten Advent.