Nils erklärt: Wer war Marilyn Monroe?

In Filmen für Kinder hat die Schauspielerin Marilyn Monroe nie mitgespielt. Aber vielleicht hab Ihr doch schon einmal eine Filmszene mit ihr oder ein Foto von ihr gesehen. Als Schauspielerin und Fotomodell war und ist die blonde Frau eine der bekanntesten Menschen des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie wurde 1926 geboren und starb vor 56 Jahren. Eigentlich hieß sie auch nicht Marilyn, sondern Norma Jeane mit Vornamen – und sie hatte eigentlich braune und keine blonden Haare. Ihr Kindheit war nicht besonders schön, sie war oft bei Pflegeeltern, auch mal im Heim. Schon mit 16 Jahren hat sie geheiratet. Dann entdeckte sie ein Fotograf und machte Bilder von ihr. Sie wollte zum Film, und das hat sie dann mit viel Einsatz auch geschafft. Woran genau sie starb, ist bis heute nicht ganz geklärt.

Nils fragt: Was ist das Porto?

Wenn ihr einen Brief oder ein Päckchen verschickt, müsst ihr normalerweise Briefmarken aufkleben. Die Briefmarken kosten Geld. Ihr zahlt damit dafür, dass ein Postunternehmen den Brief oder das Päckchen transportiert und dem Empfänger zustellt. Der Preis für diese Dienstleistung wird Porto genannt. Zum Aufkleben von Briefmarken sagt man frankieren oder freimachen. Früher gab es nur ein einziges Unternehmen in Deutschland, das Post zustellen durfte: die Deutsche Post, die bis zur Privatisierung 1994 Deutsche Bundespost hieß. Seit einigen Jahren machen andere Unternehmen der Deutschen Post Konkurrenz.

Nils erklärt: Zuckerrübenschnitzel

Wenn im Herbst die Zuckerrüben aus der Erde geholt werden, kommen sie in die Zuckerfabrik nach Offstein. Das ist im Kreis Alzey-Worms. Dort werden die angelieferten Rüben gereinigt, in schmale Streifen, in sogenannte Schnitzel, geschnitten und gelangen ins 70 Grad heiße Wasser. Dabei wird der Zucker aus der Rübe gelöst. Das Zuckerwasser und die Schnitzel werden getrennt. Der Zucker kommt in weiteren Arbeitsschritten aus dem Wasser.

Die Zuckerrübenschnitzel, eigentlich ein Abfallprodukt, das bei der Herstellung von Zucker entsteht, ist ein gefragtes Futtermittel für Tiere. Es wird direkt als Nassschnitzel an Rinder-, Schweine- oder Schafhalter verkauft. Manchmal geht es auch in die Biogasanlage. Oder es wird noch angetrocknet und heißt dann Zuckerrübenpressschnitzel. Wenn ihr den Begriff Zuckerrübenschnitzel hört, dann sind meist die Trockenschnitzel gemeint. Die enthalten noch etwa zehn Prozent Wasser, fünf Prozent Zucker und werden an Pferde gefüttert. Aber Vorsicht: Bevor die Pferde solche Rübenschnitzel fressen dürfen, müssen die erst wieder in Wasser eingeweicht werden.

Nils erklärt: Eh-da-Flächen

Eh-da-Flächen heißen so, weil sie bereits vorhanden sind – sie sind also „eh da“. Das können zum Beispiel Grünstreifen neben einer Straße oder Hecken zwischen Feldern und Wiesen sein. Wichtig dabei: Die Flächen werden nicht genutzt, zum Beispiel als Acker. Seit einigen Jahren gibt es immer weniger Bienen, weil die Pflanzen mit ihren Blüten, aus deren Nektar sich die Tiere ernähren, immer mehr verschwinden. Auch andere Insekten werden seltener. Das hängt auch damit zusammen, dass der Mensch mehr Platz zum Leben oder für den Anbau seiner Lebensmittel braucht. Da ist es doch eine gute Idee, auf solchen Flächen, die eh da sind und die der Mensch nicht braucht, zum Beispiel Wildblumen und andere Pflanzen auszusäen, die die Bienen mögen. Es kann auch sinnvoll sein, altes Gehölz dort hinzulegen, in dem sich Insekten ansiedeln können. Die Bienen sorgen dann dafür, dass sich in der Umgebung ganz viele Pflanzen vermehren, die viele Lebewesen zum Überleben brauchen. Ihr seht also: Eh-da-Flächen kosten wenig, helfen aber viel. Mittlerweile machen schon fast 30 Orte beim Eh-da-Projekt mit, die meisten in Rheinland-Pfalz.

Nils berichtet: Die Liga hilft den Tieren

In der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gibt’s Eisbären (in Berlin), Haie (Köln) und sogar zwei Sorten von Tigern (Nürnberg, Straubing). Jedenfalls haben sich viele Klubs Tiernamen gegeben. Die eben genannten Tiere verbindet in der Natur, dass sie bedroht sind. Der World Wide Fund For Nature (WWF) will mithelfen, sie vor dem Aussterben zu bewahren. Und dass die DEL dem WWF dabei helfen will, liegt für ihren Chef Gernot Tripcke nahe. Schaut doch mal auf die Internetseite des WWF (www.wwf.de/zusammenarbeit-mit-unternehmen) und redet mit euren Eltern darüber. Vielleicht könnt ihr zusammen ja auch helfen.

Nils fragt: Wer war Le Corbusier?

Le Corbusier wurde 1887 in der Schweiz geboren und starb 1965 in Frankreich. Sein richtiger Name war Charles-Édouard Jeanneret-Gris – 1920 legte er sich aber einen Künstlernamen zu. Le Corbusier war ein echter Tausendsassa – egal, ob moderne Architektur, Stadtplanung, Malerei, Bildhauerei oder das Entwerfen von Möbeln. Er sprühte vor Ideen, doch nicht alle waren von diesen Ideen begeistert. Manchen waren sie viel zu radikal. Andere warfen ihm vor, dass er diese Ideen mit allen Mitteln durchsetzen wolle. Sogar heute noch wird über seine Architektur gestritten. 17 Bauwerke, die Le Corbusier entworfen hat, gehören zum sogenannten Weltkulturerbe. Sie stehen in Japan, Argentinien, Indien und Europa. Am nächsten zu Neustadt liegen zwei Le-Corbusier-Häuser in Stuttgart.

Nils fragt: Wozu wird Lithium gebraucht?

Lithium ist ein silbrig-graues Leichtmetall. Es ist nicht so bekannt wie etwa die Metalle Eisen oder Kupfer. Aber mit Lithium habt ihr trotzdem zu tun gehabt. In der Natur kommt es in reiner Form nicht vor, sondern nur als Salz- oder Mineralverbindung etwa in der Erde. In winzigen Spuren findet ihr es zum Beispiel auch in Form von Lithiumsalzen in Mineralwasser.

Aber in seiner wichtigsten Anwendung haben die meisten von euch schon Lithium genutzt. Denn es findet sich in wiederaufladbaren Batterien, den sogenannten Lithium-Ionen-Akkus. Und die sind unverzichtbar in Smartphones, Laptops, Akkuwerkzeugen oder elektrisch betriebenen Fahrzeugen, wie Hybridautos, Elektroautos oder E-Bikes.

Lithiums wurde erst 1817 von dem Schweden Johan August Arfwedson entdeckt. Der Namen für das Metall kommt vom griechischen Wort Lithos, das Stein bedeutet.

Nils erklärt: Was sind Orgellandschaften?

Andere Länder, andere Sitten. So lautet eine alte Redensart. Das heißt, dass es in unterschiedlichen Gegenden unterschiedliche Bräuche und Verhaltensweisen gibt. Die sind alle gleich viel wert, machen die Welt aber erst schön bunt und vielfältig. Von verschiedener Art können auch Musikinstrumente sein, je nachdem, woher sie kommen. Ganz besonders gilt das für die Königin der Instrumente: die Orgel. Der Geschmack ist hier – ganz wie beim Essen – überall ein anderer. Deshalb ist die Orgel in der Speyerer Seminarkirche so reizvoll, weil sie so typisch englisch ist. Sie klingt anders als die deutschen und französischen Orgeln aus ihrer Zeit.

Nils erklärt: Was macht ein bayerisches Postamt in Pirmasens?

Wer genau hinsieht, kann auf der Alten Post am Pirmasenser Bahnhof oben den Schriftzug „Königlich Bayerisches Postamt“ erkennen. Die Alte Post war tatsächlich mal ein „Königlich Bayerisches Postamt“. Die ganze Pfalz und sogar ein Teil vom Saarland gehörte vor vielen Jahren zu Bayern. Genau gesagt 100 Jahre lang. Und das, obwohl es gar keine gemeinsame Grenze zu Bayern gab. Wer von der Pfalz nach Bayern wollte, musste damals erst durch Baden reisen. Angefangen hatte es 1816. Damals war die Gegend von Speyer bis Zweibrücken und Pirmasens im Besitz von Österreich. Vor der Bayernzeit hatte die Herrschaft über die Region gelegentlich gewechselt. Lange war es hessisch, weshalb auch der hessische Löwe auf dem Alten Rathaus prangt. Dann französisch für 26 Jahre und anschließend ein ganzes Jahr lang österreichisch. Die Österreicher traten die Pfalz an den bayerischen König ab und bekamen dafür unter anderem Salzburg. Bis 1918 war die Pfalz dann bayerisch. In Pirmasens gab es bayerische Regimenter und eben auch ein „Königlich Bayerisches Postamt“. Der bayerische König hatte sich mit der Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben sogar einen repräsentativen Sommersitz erbauen lassen. Weil es in der Pfalz vielleicht im Sommer schöner war als in Bayern. 1918 war Schluss mit der Bayernzeit. Die Pfalz kam unter die Verwaltung der Franzosen. Die heute noch als „Saarpfalz“ bezeichnete Region um Homburg wurde aus der Pfalz ans Saarland angegliedert.

Nils erklärt: Was das Pony vom Pferd unterscheidet

Kennt ihr den Witz: „Geht ein Cowboy zum Friseur. Kommt er wieder raus: Pony weg!“ Damit sind natürlich Stirnfransen gemeint – Haare, die ins Gesicht fallen. Ein echter Cowboy würde natürlich niemals auf einem Pony angeritten kommen. Echte Cowboys reiten Pferde. Was aber genau ist der Unterschied, denn eigentlich sehen sich Ponys und Pferde doch ziemlich ähnlich. Was sofort ins Auge fällt, ist der Größenunterschied. Und darin liegt auch schon die Erklärung: Ein Pferd ist mindestens 1,48 Meter groß. Als Pony wiederum bezeichnet man ein Pferd, das kleiner ist als 1,48 Meter. So wurde es festgelegt. Gemessen wird die Höhe eines Pferdes am Widerrist. Und das hat seinen Grund: Der Widerrist ist der Übergang vom Hals zum Rücken. Den kann man meist gut sehen, denn er ist ein bisschen erhöht – wie ein kleiner Hubbel. Was man da sehen und fühlen kann, sind die langen Dornfortsätze der ersten Brustwirbel. Senkt das Pferd den Kopf, ist das sein höchster Punkt. Riese unter den Pferden ist das Shire Horse: 1,80 Meter sind keine Seltenheit. Im Gegensatz dazu bringt es ein Shetland-Pony gerade mal auf einen Meter.