Der Kampfsport Aikido ist gar nicht so gefährlich, wie er klingt. Es ist nämlich eine friedliche Sportart, bei der es mehr um Technik geht, mit der Gewalt vermieden werden soll. Steckt das vielleicht auch im Namen dieses Sports? Das Wort Aikido kommt, wie der Kampfsport auch, aus Japan. Dort schreiben die Leute in einer Art Bildersprache. Für jedes Wort gibt es hier ein bestimmtes Zeichen. Ai-ki-do ist auch nicht nur ein Wort, sondern wird eigentlich aus drei Worten zusammengesetzt. Und jedes Wort hat auch sein eigenes Zeichen. Das erste Wort „Ai“ allein bedeutet so viel wie Harmonie. „Do“ kann mit (Lebens-) Weg übersetzt werden. Mit dem Wort „Ki“ ist es ein wenig schwerer. Es hat viele unterschiedliche Bedeutungen und die spielen im Kampfsport eine wichtige Rolle. Es drückt die Geisteskraft aus, bedeutet aber auch Atem, Luft und besonders wichtig: Lebensenergie. Mit Ki-Übungen kann man trainieren, diese Energie für sich zu nutzen. Das macht man am besten, indem man seinen Körper locker macht und sich entspannt. Wie beim Yoga oder Meditieren. Man kann also sagen, übersetzt heißt Aikido soviel wie: „Der Weg der Harmonie im Zusammenspiel mit Energie.“ Ganz schön lange Übersetzung für nur ein Wort, oder?
Autor: nilsnager
Nils fragt: Was machen Bundestagsabgeordnete
Bundestagsabgeordnete sind Politiker, die einen Sitz im Deutschen Bundestag haben. Das ist das Parlament der Bundesrepublik Deutschland, es tagt im Reichstagsgebäude in Berlin. Der Bundestagsabgeordneten werden vom Volk für vier Jahre gewählt. Drei Abgeordnete kommen aus der Region, genauer gesagt aus dem Wahlkreis 211 Pirmasens, der sich von Ramstein-Miesenbach bis nach Bobenthal erstreckt. Anita Schäfer vertritt schon länger die Interessen der Südwestpfalz in der Hauptstadt. Sie gehört der CDU an. Hinzu kommen Angelika Glöckner von der SPD und Brigitte Freihold von der Linkspartei. Die Abgeordneten sind häufig in Berlin, haben aber auch Büros im Wahlkreis. Dort kann man einfach hingehen und anklopfen, wenn man ein wichtiges Anliegen hat; oder man besucht die Sprechstunden der Abgeordneten, die heißen ja schließlich Volksvertreter. Also müssen sie auch immer ein offenes Ohr haben für die Anliegen ihrer Bürger.
Nils erklärt: Chlorophyll im Baum-Bauch
Normalerweise passiert es im Herbst, wenn die Tage kürzer und die Nächte kühler werden: Die Bäume fangen an, ihren Blättern vor Wintereinbruch das wertvolle Chlorophyll zu entziehen. „Das Chlorophyll ist der grüne Farbstoff, der das Licht für die Fotosynthese einfängt“, erklärt Förster Volker Westermann. Und dieser Stoff wird in Zweigen, im Stamm und in den Wurzeln bis zum Frühjahr gespeichert. Oder besser gesagt, die Grundbausteine des Chlorophylls werden eingelagert. Das sind im Wesentlichen Magnesium und Stickstoff. „Der Baum denkt sich: ,Diese Stoffe sind so wichtig, die behalte ich und mein Bauch ist so groß, da habe ich Platz dafür.‘ Und in der Tat, braucht er alles wieder. Junge Blätter kommen grün raus – und nicht gelb. Stimmt’s?“, fragt der Förster. Und was genau ist Fotosynthese? „Das ist ein Vorgang, bei dem aus Kohlendioxid und Wasser Sauerstoff und Traubenzucker wird. Mit Hilfe von Sonnenlicht. Der Sauerstoff ist nur ein Abfallprodukt für den Baum – aber für Menschen und Tiere wichtig. Den Traubenzucker braucht der Baum, um sich aufbauen zu können.“
Nils erklärt: Was ist fotorealistische Malerei?
In Dahn ist momentan eine Kunstausstellung zu sehen, in der fotorealistische Gemälde gezeigt werden. Wieso malt ein Künstler, wenn er dann doch genau das zeigt, was auch auf einem Foto zu sehen ist? Da wäre es doch einfacher, nur das Foto zu zeigen. Gemälde, die einem Foto zum Verwechseln ähnlich sehen, gibt es schon länger. Es gibt sogar Künstler, die auf ganz großen Leinwänden solche Bilder malen, die erst bei näherer Betrachtung als gemalt zu erkennen sind. Diese Kunstrichtung nennt sich Fotorealismus. Der Künstler malt nicht etwa so perfekt, weil er sich keine Kamera leisten könnte. Mit dieser Art von Gemälden will er vielmehr den Betrachter verwirren, damit der nicht immer den Bildern glaubt, die er täglich zu sehen bekommt. Deshalb ist der Fotorealismus gerade jetzt so aktuell, da viele Fotos gar nicht mehr zeigen, was da wirklich war, sondern die Bilder verschönern. Pickel werden vom Computer automatisch wegretuschiert, und es soll sogar Fotoapparate geben, die im Urlaub sofort alle Touristen aus dem Bild herauslöschen. Da ist so ein fotorealistisches Gemälde doch eine viel ehrlichere Sache, auch wenn es sehr viel Arbeit und vor allem Können braucht, um solche Bilder zu malen. Seite 6
Nils berichtet: Kinderfest auf der Wiese
Die Sommerferien sind zwar schon wieder vorbei, aber bei so schönem Wetter sollte man auch nach der Schule nicht zu Hause sitzen. Ich hätte auch einen Tipp für euch: Am Freitag findet das Kinderfest in West statt. Gefeiert wird auf der Waltraudenwiese. Hier gibt es viel zu erleben. Kinder können sich schminken lassen, mit Holz arbeiten, malen und vieles mehr. Die Künstlerin Pranita bringt Kindern indische Tänze bei, die dann später gemeinsam auf der Bühne aufgeführt werden. Man kann sich sogar einen Rettungs- und Polizeiwagen von innen anschauen. Das Mitmachen ist kostenlos, und auch für Essen und Trinken während der gesamten Veranstaltung ist gesorgt. Der Liedermacher Lothar Antoni will mit Musik zum Mitmachen für Stimmung sorgen. Organisiert wird das bunte Fest von den Kinder- und Jugendeinrichtungen im Stadtteil, der Interessengemeinschaft West und dem Soziale Stadt Büro Bürgertreff West. Das Fest geht von 14 bis 18 Uhr. Da ist die Schule ja schon wieder aus, und ihr könnt eure feie Zeit genießen.
Nils erklärt: Unser Dorf hat Zukunft
Den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gibt es schon seit 56 Jahren. Teilnehmen dürfen nur Dörfer, die nicht mehr als 3000 Einwohner haben. Außerdem ist es wichtig, dass sich viele Menschen in dem Dorf engagieren. Zum Beispiel um Feste zu organisieren oder Spielplätze auszubauen. Wenn ein Dorf viel Wert auf solche Projekte legt, die die Dorfgemeinschaft lebendig halten, kann es bei diesem Wettbewerb mitmachen und ein Preisgeld gewinnen. Dafür kommt eigens eine Jury angereist, die sich die jeweiligen Dörfer anschaut und bewertet. Zunächst wird auf Kreisebene, dann auf Bezirksebene und schließlich auf Landesebene entschieden. Am Ende gibt es einen Bundesentscheid.
Nils erklärt: Alle Wege führen nach Rom
Alle Wege führen nach Rom. Das erlebten die Messdiener des Bistums Speyer ganz persönlich. Im übertragenen Sinn ist damit gemeint, dass es für ein bestimmtes Problem mehrere Lösungswege gibt. Die Herkunft des Spruchs ist nicht sicher belegt. Es wird vermutet, dass er darauf verweist, dass in der Antike Rom das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum war. Kaiser Augustus hatte 20 vor Christus auf dem Forum Romanum eine vergoldete Säule aufgestellt, auf der die Entfernungen aller Hauptstädte der Provinzen des Römischen Reiches zu Rom aufgeführt waren.
Nils fragt: Was ist ein Steuerbescheid?
Viele Menschen müssen dem Staat nach Ablauf eines Jahres mitteilen, wie viel Geld sie verdient haben. Dazu gibt es von einer staatlichen Stelle – dem Finanzamt – ein Formular, in das sie auf Papier oder am Computer-Bildschirm alle Einnahmen eintragen können. Außerdem geben sie an, wie viele Ausgaben sie hatten, um die Einnahmen verdienen zu können, also beispielsweise die Fahrtkosten zum Arbeitsplatz. Auch einige andere Ausgaben, etwa für die Pflege einer älteren Person in der Familie, können die Betreffenden dort notieren. Das komplett ausgefüllte Formular – ob auf Papier oder online am Computer – ist die Steuererklärung.
Anhand dieser Steuererklärung rechnet das Finanzamt aus, wie viel Steuern für das vergangene Jahr exakt zu zahlen sind. Das Ergebnis teilt sie in einem Steuerbescheid mit. In diesem Steuerbescheid steht auch, wie viel Steuern der Betreffende im Laufe dieses Jahres vorab gezahlt hat. Manchmal war das zu wenig, manchmal aber auch zu viel. Das hängt davon ab, ob man neben seinem Gehalt oder seinem Verdienst noch andere Einkünfte hatte, zum Beispiel Zinsen von der Bank oder Einnahmen aus einer Vermietung. Hat man vorab zu wenig abgezogen bekommen, muss man Steuern nachzahlen, ansonsten bekommt man zu viel gezahltes Geld vom Finanzamt zurück.
Nils erklärt: Kanuslalom – das rasante Rennen im Wildwasser
In wildem Wasser sein Boot möglichst schnell und ohne Fehler um 15 bis 25 Tore lenken – das ist Kanuslalom. Meist fährt man stromabwärts. Aber mindestens sechs Tore muss man stromaufwärts umfahren. Wenn man einen Torstab berührt, bekommt man zwei Strafsekunden. Schlimmer ist es, wenn man ein Tor auslässt oder die Tore in der falschen Reihenfolge umkurvt. Dann gibt es 50 Strafsekunden. Es gibt im Kanuslalom zwei Sorten von Booten: Kajak und Canadier. Ein Kajak bewegt man mit einem Doppelpaddel. Beim Canadier hat man ein Stechpaddel, mit dem man immer wieder von oben in das Wasser „sticht”. Canadier fährt man auch mal zu zweit.
Ein erfolgreicher Kanuslalom-Fahrer ist Ulf Jung aus Höheischweiler. Seite 7
Nils erklärt: Crowdfunding
Das Wort Crowdfunding kommt aus dem Englischen. Crowd heißt so viel wie Menschenmenge und Funding bedeutet Finanzierung. Also bedeutet Crowdfunding: viele Leute finanzieren ein Projekt. Genutzt wird das alternative Finanzierungsmodell meist von Leuten, die zwar eine Geschäftsidee haben, aber kein Geld, sie umzusetzen. Die Initiatoren – zum Beispiel Erfinder oder Künstler – präsentieren ihre Projekte im Internet und sagen, wie viel Geld sie bis wann brauchen. Wenn jemand ein Projekt mit Geld unterstützt, erhält er meistens eine Gegenleistung. Wenn sich aber nicht genügend Unterstützer finden, ist die Kampagne gescheitert und das Projekt muss anders finanziert werden. Oder es wird gar nicht mehr umgesetzt. Die Leute, die Geld gegeben haben, bekommen es dann zurück.