In Physik haben wir neulich einmal durchgerechnet, wie das mit dem Weihnachtsmann an Heiligabend funktioniert. Und das geht so: Etwa 378 Millionen Kinder glauben auf der Welt an den Weihnachtsmann. Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 Kindern pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser, die er besuchen muss. Wenn in jedem Haus ein braves Kind lebt und der Weihnachtsmann bei seiner Reise um den Erdball einen 31-Stunden-Tag hat (wegen der Zeitzonen, wenn er immer von Ost nach West fliegt, gewinnt er Zeit), ergeben sich 822,6 Hausbesuche pro Sekunde. Pro Haus kann sich der Weihnachtsmann also etwas mehr als eine tausendstel Sekunde Zeit nehmen, dann muss er schon wieder seinen fliegenden Schlitten auf 1040 Kilometer pro Sekunde beschleunigen, das ist mehr als das 3000-fache der Schallgeschwindigkeit. Die Beschleunigung entspricht der 17.500-fachen Erdbeschleunigung (in der Physik g-Kraft genannt) – in der Achterbahn „Expedition GeForce“ im Holidaypark kann man erleben, wie sich eine Beschleunigung von 4,5 g anfühlt. Erst wenn der Weihnachtsmann das alles schafft, kann er alle Geschenke am Weihnachtstag ausliefern.
Kategorie: Allgemein
Nils erklärt: Die Geheimzahl fürs Handy heißt Pin
Vielleicht haben dir deine Eltern erlaubt, ein Handy oder sogar ein Smartphone zu benutzen. Dann weißt du sicher, dass das Gerät mit einer Geheimzahl geschützt ist. Nur wer diese Zahl, die sogenannte Pin, beim Einschalten eintippt, kann es verwenden. Damit soll verhindert werden, dass Fremde, die das Handy oder Smartphone stehlen, damit telefonieren und ins Internet gehen. Außerdem sind auf den Geräten oft viele persönliche Daten oder Fotos gespeichert, die niemanden als den Besitzer oder dessen Familienmitglieder etwas angehen. Deshalb ist es so wichtig, die Geheimzahl Pin wirklich geheim zu halten. Pin ist übrigens eine Abkürzung für die englische Bezeichnung „personal identification number“. Das heißt wörtlich übersetzt Persönliche Identifikationsnummer – oder einfacher ausgedrückt: Persönliche Geheimnummer.
Nils erklärt: Der heilige Franziskus
Franziskus von Assisi lebte vor rund 800 Jahren in Italien. Er war der Sohn eines reichen Kaufmanns, wollte aber selbst nicht als reicher Mann leben. Er entschied sich für ein Leben in Armut und Gebet. Franziskus wollte die Botschaft Jesu nicht nur den Menschen verkünden, sondern auch den Tieren und der Natur. Er war der Begründer des Franziskaner Ordens und wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Sein Gedenktag ist der 4. Oktober. Franziskus ist unter anderem Patron der Armen, Blinden und Lahmen, aber auch des Natur- und Tierschutzes.
Nils erklärt: Die E-Mail als Postkarte
Wahrscheinlich hast du schon zugeschaut, wie deine Eltern oder Freunde E-Mails (elektronische Post) verschickt haben. Und vielleicht hast Du das auch schon selbst gemacht. Das ist wie beim Versenden einer Nachricht mit der normalen Post – nur dass der Versand auf elektronischem Weg per Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone und damit schneller erfolgt. Die Sache hat nur einen Nachteil: Eine E-Mail ist wie eine Postkarte. Jeder, der sie zum Empfänger transportiert, kann lesen, was darauf steht. Das ist ärgerlich, weil die Absender den Empfängern ja oft rein private Dinge mitteilen möchten. Zum Schutz vor fremden Mitlesern gibt es für E-Mails aber Verschlüsselungstechniken. Eine Verschlüsselung kannst du dir vorstellen wie eine Art Geheimschrift, in die ein Computerprogramm deine Mail übersetzt. Nur wer die Geheimschrift kennt, kann die Nachricht entziffern. Die Verschlüsselung sorgt so dafür, dass niemand sonst die Nachrichten mitlesen kann.
Nils erklärt: Smart City
Neulich habe ich den Begriff Smart City zum ersten Mal gehört. Neugierig wie ich bin, habe ich versucht herauszufinden, was er bedeutet. Das war gar nicht so einfach. In einem Wörterbuch habe ich erst einmal nachgeschaut, wie das übersetzt heißt: intelligente Stadt. Aber wie kann eine Stadt intelligent sein? Das sind doch nur Häuser? Mittlerweile weiß ich besser, was gemeint ist. Nämlich dass sich jemand Gedanken gemacht hat, wie Technik intelligent eingesetzt werden kann, dass alle Bewohner und auch noch die Umwelt profitieren. Wenn zum Beispiel viele Leute ihren eigenen Strom mit Sonnenenergie produzieren, dann sorgt ein intelligenter Computer dafür, dass der Strom an dem Haus ankommt, wo er gerade gebraucht wird. In einer Smart City kann es zum Beispiel auch schnelles Internet und Ladestationen für Elektroautos geben – also all das, was man in der Stadt der Zukunft wahrscheinlich so braucht.
Nils berichtet: Kinder spielen Abgeordnete
Im Mainzer Landtag sitzen Politiker, die von den Menschen in Rheinland-Pfalz gewählt werden und dann entscheiden, wie wichtige Sachen in unserem Bundesland laufen sollen. Doch so ein Abgeordneter darf nur werden, wer mindestens 18 Jahre alt ist. Im nächsten Jahr allerdings können dritte und vierte Klassen nach Mainz fahren und dort wenigstens in Rollenspielen ausprobieren, wie der Landtag funktioniert. Bislang durften das nur Schüler ab der achten Klasse. Das neue Programm für Grundschüler hat jetzt schon vorab eine Klasse aus Ingelheim getestet, die neunjährige Paula sagt: „Wir haben gesehen, wie die Erwachsenen den Klassenrat machen, nur in groß, und wir konnten schauen, wie sie sich dabei fühlen.“ Ob die Kinder bei ihren Besuchen tatsächlich etwas lernen, sollen Wissenschaftler in den nächsten Monaten dann jeweils überprüfen. Wenn sie finden, dass es gut klappt, könnte das Landtags-Rollenspiel für Grundschüler zur Dauereinrichtung werden.
Nils fragt: Was sind denn Nebenkosten?
„Ich zahle schon so viel Miete, jetzt steigen auch noch die Nebenkosten immer mehr“, schimpft der Nachbar vor dem Biberbau. Nebenkosten? Komisches Wort! Was ist denn das, fragen sich Nils und seine Schwester Nelly. Papa Nagbert weiß es und erklärt es ihnen. Wenn jemand eine Wohnung gemietet hat, dann muss er dafür natürlich etwas bezahlen: die Miete. Aber es kostet ja auch Geld, so eine Wohnung zu betreiben. Das sind die Nebenkosten, sie werden neben der Miete bezahlt und auch Betriebskosten genannt. Da wird geheizt, Wasser verbraucht, vielleicht ein Aufzug benutzt und jede Woche die Mülltonne geleert. Das will und muss der Hausbesitzer nicht alleine bezahlen, denn die Mieter haben ja den Nutzen davon. Also wird ausgerechnet, was das alles so kostet. Das zahlen die Mieter dann jeden Monat dazu, oder auch nur einen Teil davon, wenn mehrere Familien im Haus wohnen. Der Vermieter muss aber genau aufschreiben, was in den Nebenkosten drin ist.
Nils fragt: Müssen Hunde Steuern zahlen?
Natürlich müssen die Hunde nicht selbst Geld bezahlen. Die Hundesteuer ist ein bestimmter jährlicher Geldbetrag, den Hundebesitzer an die Stadt bezahlen müssen. Zwar meinen einige Hundehalter, dass die Hundesteuer dafür da ist, die von Hundehaufen verdreckten Straßen zu säubern. Das stimmt aber nicht. Die Hundesteuer bekommt die Stadt, um ihren Aufgaben nachzukommen und etwa Schulen oder Straßen zu bauen und zu pflegen. Wie hoch die Hundesteuer ist, darf jede Stadt selbst entscheiden. Oft kosten gefährliche Hunde mehr Geld als andere Hunderassen. Und je mehr Hunde jemand besitzt, desto höher wird in vielen Kommunen die Hundesteuer für jeden Hund.
Schon im Mittelalter mussten Bauern für ihre Hunde Abgaben zahlen. Damals gaben sie den so genannten Hundekorn, also einen kleinen Teil ihrer Ernte, an ihre Herrscher ab. Blinden- und Begleithunde für behinderte Menschen sind oft von der Steuer ausgenommen. Für Katzen, Biber und andere Tiere werden übrigens auch keine Steuern erhoben.
Nils fragt: Was macht eine Hebamme?
Gestern haben wir Freunde von Mama Nagute besucht, die gerade ein Baby bekommen haben. Die Freunde lobten ihre Hebamme für die Hilfe während der Schwangerschaft. Das Wort Hebamme geht auf das althochdeutsche Wort Hevianna zurück und bedeutet „Die Hebende“. Nach einem alten Brauch hob die Hevianna früher das Baby vom Gebärlager auf, also dem Ort, wo das Kind zur Welt kam. Auch heute spielen Hebammen bei der Geburt von Kindern eine wichtige Rolle. Denn sie kümmern sich im Kreißsaal, dort kommen die Kinder häufig zur Welt, um die werdende Mama. Aber Hebammen machen noch viel mehr. Sie betreuen Frauen schon, wenn das Kind noch im Bauch der Mutter ist. Sie erklärt der werdenden Mama, welches Essen gut für sie und ihr Kind ist, wie eine Geburt abläuft, und was sie tun muss, wenn es in der Schwangerschaft Schwierigkeiten gibt. Viele Hebammen bieten auch Kurse an, damit sich die Schwangeren auf die Geburt vorbereiten können – einige von ihnen machen sogar Sport mit den Schwangeren. Auch nach der Geburt sind Hebammen noch für die Mamas da. Sie schauen, ob sie die Geburt gut überstanden haben, und helfen – wenn nötig – auch bei der Pflege der Babys.
Nils erklärt: Ein Feuerwehrmann muss fit sein
Vielleicht möchtet ihr später ja mal bei der Feuerwehr euer Geld verdienen. Dann müsst ihr natürlich fit sein, denn bei Einsätzen müssen die Feuerwehrmänner sich in großer Hitze zurechtfinden und dabei ziemlich schwere Schutzkleidung tragen. Außerdem müssen sie oft auch schwere Sachen heben, Schläuche tragen und zum Beispiel ein Fenster aufstemmen. Wer das alles schaffen will, braucht Kraft. Die Feuerwehr testet das alles übrigens bei ihrem Einstellungstest. Die erste Übung: drei Klimmzüge. Also: Wenn ihr wirklich zur Feuerwehr wollt, müsst ihr zumindest das schaffen.