Ein Pomologe ist ein „Apfeldetektiv“, der verschiedene Sorten züchtet und ihnen einen Namen gibt. Außerdem beschreiben Pomologen gefundene Äpfel und teilen sie den Sorten zu. Wenn er einmal nicht weiß, zu welcher Art der Apfel gehört, muss der Pomologe die „Identität“ des Apfels überprüfen, indem er genau Farbe, Form der Frucht und Länge des Stängels und Blattes betrachtet. Auch der Geruch und Geschmack des Apfels spielen dabei eine Rolle. Eine der wichtigsten Aufgaben der Pomologen ist die Sammlung und der Erhalt alter, vom Aussterben bedrohter Äpfel. Zusätzlich suchen sie nach verschollenen Sorten. Der Begriff „Pomologe“ leitet sich vom lateinischen Wort „pomum“ ab, das Baumfrucht bedeutet.
Kategorie: Allgemein
Nils fragt: Was ist Grundwasser?
Nicht nur Nils und seine Biberfamilie lieben Wasser. Für alle Lebewesen ist Wasser sehr wichtig. Menschen trinken das Grundwasser, weil es besonders sauber ist. Wie neues Grundwasser entsteht, ist einfach: Als Regen kommt das Wasser auf die Erdoberfläche. Dann beginnt es zu versickern. Erde und Steine filtern das Wasser auf seinem Weg nach unten. Dort lagert es zwischen dem Gestein und wird vom Menschen nach oben gepumpt. Auch Bakterien reinigen das Wasser auf natürliche Weise. Gelangen Schadstoffe ins Grundwasser, sind die reinlichen Tierchen gefährdet.
Nils berichtet: Das Saxophon ist das Instrument des Jahres
Ihr kennt doch bestimmt „Peter und der Wolf“? Das Musikmärchen erzählt von einem Kind, dem etliche Tiere begegnen, die durch bestimmte Instrumente dargestellt werden. Eine Klarinette etwa steht für eine Katze. Das Instrument Saxophon kommt da eigentlich nicht vor. In einer Bearbeitung für eine Jazz-Band hat aber das Leitmotiv der Ente einmal statt der üblichen, leicht quäkenden Oboe ein Saxophon übernommen. Besonders das Tenorsaxophon kann nämlich einen ähnlichen Klang erzeugen. In der Jazzmusik ist das Blasinstrument jedenfalls sehr beliebt. Erfunden hat es 1846 der Belgier Adolphe Sax, nach dem es benannt ist. Jetzt haben die Landesmusikräte von neun Bundesländern es zum Instrument des Jahres 2019 gewählt.
Nils erklärt: Fischinventur
Am Anfang eines neuen Jahres ist es überall das Gleiche: Geschäfte und Betriebe machen Inventuren. Das ist dann auch manchmal sogar auf einem Schild am Laden angeschrieben. „Wegen Inventur geschlossen“ steht dann da zum Beispiel zu lesen. Bei einer Inventur wird alles gezählt und aufgeschrieben, was im Geschäft noch da ist.
Auch im Speyerer Großaquarium Sealife wird jedes Jahr gezählt. Dort wird gezählt, wer und was sich in den Becken tummelt. Allerdings halten die Tiere nicht still oder stellen sich brav in eine Reihe, wie man sich leicht vorstellen kann. Die Inventur bedeutet deshalb ganz schön viel Arbeit für die Aquaristen des Sealife! Sie kümmern sich um alles, was in den Aquarien kreucht und fleucht. Weil viele Augen mehr sehen als die wenigen der Aquaristen, bittet das Sealife seine Besucher um Unterstützung. Gestern waren viele Kindergartenkinder als Helder dabei.
Nils fragt: Was ist Schichtdienst?
Es gibt Arbeiten, die so wichtig sind, dass sie pausenlos erledigt werden müssen – zum Beispiel die Behandlung kranker oder verletzter Menschen im Krankenhaus. In manchen Firmen laufen die Maschinen Tag und Nacht und müssen von Mitarbeitern bedient werden. Die Polizei muss 24 Stunden am Tag erreichbar und für Einsätze bereit sein.
Möglich ist das, weil viele Polizisten in Schichten arbeiten. Das bedeutet, dass sie sich an ihrem Arbeitsplatz abwechseln: Wenn die einen Feierabend haben, beginnt für die anderen die Arbeit. In der Polizeiinspektion Neustadt gibt es einen Dreischichtbetrieb mit Früh-, Spät- und Nachtdienst. Ein Polizist oder eine Polizistin leisten hintereinander zwei Spätdienste, zwei Frühdienste und zwei Nachtdienste, dann haben sie ein paar Tage frei.
Nils erklärt: Was ist Klezmer-Musik?
Vielleicht habt ihr auch schon mal Klezmer-Musik gehört – es sind diese Stücke mit der schluchzenden Klarinette. Ich habe jetzt in Speyer Klezmer-Musik erlebt. Und die Musiker haben mir erzählt, was Klezmer eigentlich ist.
Klezmer ist eine Volksmusiktradition der Juden. Die Musiker, auch „Klezmorim“ genannt, spielten oft auf Hochzeiten. Je nachdem, ob die Tänzer gerade müde oder voller Energie waren, wurde schnell oder langsam gespielt. Die Klezmorim lernten die Lieder von ihren Eltern und gaben das Gelernte auch an ihre Kinder weiter. Eine Gruppe besteht mindestens aus einer Geige, einem Kontrabass und einer Flöte. Sogar ein Hackbrett kann man hören; nur gesungen wird beim Klezmer nie.
Klezmer ist eine sehr alte Tradition. Schon in der Bibel wurde von ihr erzählt. Das heißt allerdings nicht, dass sie ausgestorben ist. Seit den 1960er Jahren ist sie wieder beliebt und wird auch oft mit anderen Stilen kombiniert.
Nils fragt: Was sind Wasserreiser?
Der Förster hat gesagt, dass Wasserreiser am Baum unerwünscht sind. Aber: Was sind Wasserreiser? Das sind kleine Äste, die am Stamm anfangen zu wachsen. Diese Triebe werden auch Wasserschosse oder Räuber genannt. Der Holzverkäufer will solche Triebe ebenso wenig wie normale Äste am Baumstamm haben. Denn dort, wo Äste wachsen, zeigt sich im Holz eine dunkle Stelle. Schaut mal daheim am Holzschrank, ob ihr solch dunkle Stellen im eigentlich helleren Holz entdeckt. Das war mal der Ansatz eines Astes. Bei Eichen wachsen die Wasserreiser besonders gerne, wenn andere Bäume um die Eiche herum gefällt werden und nun Licht an den Baumstamm gelangt. Das weckt sozusagen die schlafenden Triebknospen, die wachsen dann los.
Nils erklärt: Abitur ist höchster Abschluss für Schüler
Bei uns in Deutschland ist das Abitur der höchste Bildungsabschluss, den man als Schüler machen kann. Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß „abgehen“. Viele Erwachsene sprechen auch vom Reifezeugnis. Das heißt auf Latein Matura. In anderen Ländern wie Österreich oder der Schweiz sagt man deshalb Matura oder Matur zum Abitur. In Frankreich heißt dieser Schulabschluss Baccalauréat, kurz Bac genannt – wie bei uns die Abkürzung Abi. Aber ganz egal, welchen Namen man nun benutzt, eines haben diese Schulabschlüsse gemeinsam: Erst mit dem Abitur in der Tasche kann man direkt an jeder Universität studieren. Wobei es nach dem Abitur auch andere Möglichkeiten gibt. Viele Jugendliche machen erst einmal ein Freiwilliges Soziales Jahr, andere gehen ins Ausland, reisen und arbeiten dort. Auch eine Ausbildung ist eine Alternative. Derzeit wird in vielen Berufen händeringend Nachwuchs gesucht.
Nils fragt: Was ist ein Inkubator?
Das Wort Inkubator ist Nils schon in verschiedenen Zusammenhängen begegnet: In der Medizin, wo zu früh auf die Welt gekommene Babys in einen Inkubator gelegt werden, wo sie gut behütet und unter optimalen Bedingungen wachsen und fit werden können. Oder bei Firmen und Firmengründern, die in sogenannten Inkubatoren zusammen daran arbeiten, neue Ideen zu entwickeln. Entwickeln ist das Stichwort – denn egal in welchem Bereich es um Inkubatoren geht, immer soll etwas wachsen und gedeihen. Ob das die Kinder im Inkubator, in dem Fall passt auch das Wort Brutkasten, sind, oder die frischen Ideen von Firmen oder Unternehmensgründern. Das Wort Inkubation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt unter anderem ausbrüten.
Nils fragt: Was ist eine Therme?
Wir Biber lieben das Wasser, aber das wisst ihr ja sicher. Auch ich gehe jeden Tag schwimmen. Das ist gesund. Ich fühle mich, nachdem ich aus dem Wasser komme, so richtig wohl. Besonders gern gehe ich in die Südpfalz-Therme, denn dort ist das Wasser noch viel gesünder als etwa im Schwimmbad oder im Bach.
Thermen kannten schon die alten Römer. Bereits Ende des 1. Jahrhunderts gab es im Römischen Reich einige hundert öffentliche Badeanstalten, die man als Thermen bezeichnete. Das Wort Therme stammt von dem lateinischen Ausdruck „thermae“ beziehungsweise „thermos“ ab. Latein ist die Sprache, die die alten Römer gesprochen haben. „Thermos“ steht für warm – also: warmes Wasser.
In einem modernen Thermalbad, kurz Therme genannt, wird natürliches, meist mineralisiertes Grundwasser benutzt. In Bad Bergzabern kommt es aus einer Tiefe von 450 Metern. Das 32 Grad warme Thermalwasser wirkt entspannend auf die Muskulatur, anregend für den Kreislauf und lindert Erkrankungen der Gelenke, aber auch Rheuma oder Allergien. Bei mir hilft es. Ich bin dank des Wassers ein kerngesunder Biber.