Nils fragt: Was ist der beste Baum?

Haben eure Eltern schon einen Weihnachtsbaum gekauft? Papa Nagbert, mein Bruder Nals und ich haben gestern unseren Baum für den Biberbau besorgt – eine Nordmanntanne. Papa sagt nämlich, das seien die besten Weihnachtsbäume, weil sie besonders gleichmäßig und dicht wachsen und ihre dunkelgrünen Nadeln so schön weich sind und deshalb nicht so stechen. Außerdem tragen ihre Äste den schweren Christbaumschmuck von Oma und nadeln nicht so sehr – auch wenn sie etwas teurer sind als alle anderen Bäume. Neben der Nordmanntanne kaufen viele Menschen aber auch Kiefern, Edeltannen, Rot- oder Blaufichten, sagt Papa. Auch die Äste der Blaufichte tragen schweren Baumschmuck. Ihre Nadeln haben einen schönen Blauschimmer, von dem sich auch der Name ableitet. Nach etwa zwei bis drei Wochen verliert die Blaufichte aber erste Nadeln. Fichten sind preislich günstiger als Nordmanntannen. Auch sie sind buschig und stechen nur leicht. In warmen Räumen aber verlieren Fichten nach nur wenigen Tagen ihre Nadeln.

Nils fragt: Was passiert im Pfalzbau?

Meine Familie und ich leben ja in einem kuscheligen Biberbau. Neulich bin ich in Ludwigshafen am Pfalzbau vorbeigekommen, und da habe ich Opa Nörgel gefragt, was es damit auf sich hat. „Ist das so wie unser Biberbau, nur für die Pfälzer?“, habe ich ihn gefragt. Opa hat gelacht und dann gesagt: „Nein Nils, der Pfalzbau ist ein Haus mit einem Theater, einem Konzertsaal und Räumen für Veranstaltungen und Tagungen.“ Der jetzige Pfalzbau wurde im September 1968 eingeweiht, deswegen ist dort am Wochenende 50. Jubiläum gefeiert worden. Dabei ist der Pfalzbau eigentlich schon älter. Der Vorgängerbau, den die Ludwigshafener „alter Pfalzbau“ nennen, stand am Berliner Platz und hatte auch ein Kino. Dieses Gebäude wurde 1928 eröffnet und später im Krieg von Bomben schwer beschädigt. Danach hat die Stadt das Haus repariert. Als in den 1950er-Jahren die Hochstraße Süd gebaut wurde, musste der alte Pfalzbau weg, weil er im Weg war. Deshalb ist ein neuer Pfalzbau gebaut worden. „Wenn du ein bisschen älter bist, gehen wir mal hin“, hat Opa gesagt.

Nils erklärt: Ebola in Deutschland?

Habt ihr vor drei, vier Jahren schon Zeitung gelesen oder Nachrichten geschaut? Dann erinnert ihr euch vielleicht daran, dass damals viele Menschen in Westafrika (Sierra Leone, Liberia und Guinea) an Ebola gestorben sind. Mindestens 11.000 Tote wurden gezählt.

In Deutschland hatten viele Leute Angst, dass die Krankheit nach Europa kommen könnte. Zum Beispiel, weil sich jemand in Afrika ansteckt und dann ins Flugzeug steigt. Denn das ist ja das Schlimme an Ebola: Die Krankheit wird sehr leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Meist erkranken Gesunde, weil sie irgendwie in Kontakt kamen mit einer Flüssigkeit des Erkrankten – mit Blut, Schweiß oder Erbrochenem. Manchmal reicht es auch, nur die Kleidung eines Ebola-Patienten zu berühren.

Allerdings zeigen die Erfahrungen aus den Jahren 2014/15: Nur sehr selten haben damals Ebola-Erkrankte überhaupt ausreisen können. Doch selbst wenn jemand mit Ebola in Deutschland ankommen sollte, würde es kaum zu vielen Krankheitsfällen (einer Seuche) kommen. Die Behörden sind sich sicher: Sie würden sehr schnell die richtigen Maßnahmen treffen und so die Ausbreitung verhindern.

Nils erklärt: Auf der Straße muss man aufpassen

Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ist eine sehr wichtige Sache. Während die meisten meiner Biberfreunde in der Natur leben, wo nur wenige Autos fahren, sehe ich in der Stadt immer wieder Menschenkinder, die einfach über die Straße rennen, ohne aufzupassen. Das ist sehr gefährlich. Deshalb macht es mich froh, dass es die Jugendverkehrsschule gibt. Dort lernen Kinder, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten müssen. Zum Beispiel, dass sie immer schauen müssen, ob ein Auto kommt, bevor sie über die Straße gehen. Jeder, der dort unterwegs ist, ist nämlich entweder in Gefahr, von einem größeren und stärkeren Verkehrsteilnehmer übersehen zu werden, oder er ist selbst eine Gefahr für Schwächere, zum Beispiel für Kinder oder für mich kleinen Biber.

Die Jugendverkehrsschule bringt den Kindern auch bei, dass man bei einer roten Ampel anhält und auch bei grünem Licht erst einmal schaut, ob wirklich niemand kommt. Außerdem wird die Bedeutung von Verkehrsschildern erklärt. Seite 2

Nils berichtet: Diese Woche Endspurt

Viele Kinder haben in den vergangenen Wochen aus genau diesem Grund die blaue Telefonzelle auf dem Speyerer Weihnachtsmarkt beim Geschirrplätzel aufgesucht. Wer seine Wünsche loswerden möchte, hat dazu bis einschließlich Freitag Gelegenheit: Solange besteht der direkte Draht zum Christkind-Sekretariat noch. Danach muss das Christkind sich an die Arbeit machen, um alle Wünsche rechtzeitig erfüllen zu können.

Gestern griff der vierjährige Jasper als Erster zum Himmelstelefon-Hörer. „Ich wünsche mir ein Quad und Ghostbusters von Playmobil“, sagte er der Sekretärin des Christkinds. Justus (10) möchte gerne ein Disc-Jockey-Pult haben. Der fünfjährige Florian freut sich auf ein Feuerwehrauto.

Gemeldet hat sich auch eine Erwachsene im Christkind-Sekretariat. Birgitta (70) wünscht sich einen selbstständig arbeitenden Staubsauger oder Saugroboter, um sich die Arbeit im Haushalt zu erleichtern. Maximilian (5) hofft auf eine Werkbank sowie ein Putzfahrzeug, um seiner Mama beim Putzen zu helfen. Auch viele Süßigkeiten wären ihm Recht. Raffael (7) wünscht sich von Playmobil das Einsatzkommando der Polizei, ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und ein Weihnachtsgeschenk für seine Mama.

Himmelstelefon

Montag bis Freitag, 15 bis 17 Uhr, blaue Telefonzelle auf dem Weihnachtsmarkt.

Nils fragt: Was ist ein Feuerläufer?

Wisst ihr, was ein Feuerläufer ist? Ich habe es nicht gewusst, als der Familienkundler Johann Benedom davon erzählte. Er hat diese seltsame Bezeichnung hinter einem Familiennamen in alten Büchern gefunden. Geschrieben in der alten „Sütterlinschrift“. Er musste sich sehr anstrengen, um die zu lesen. Herr Benedom hat aber herausgefunden, dass Feuerläufer ein Beruf gewesen sein muss.

Ich habe dann Opa Nörgel gefragt. Ihm ist eine alte Feuerordnung aus dem Mittelalter eingefallen, und die hat das Rätsel gelöst. Damals standen die Häuser in den Städten oft sehr eng beieinander. Außerdem wurde viel Holz verbaut, so dass sich Feuer rasend schnell ausbreiten konnte. Um es möglichst früh zu entdecken, gab es Beobachter in Türmen. Die mussten Alarmglocken läuten. Dann kam der Feuerläufer zum Einsatz: Er lief ganz schnell zu den Türmen und erkundigte sich nach dem genauen Ort des Brands. Anschließend ging er im Eilschritt und laut rufend durch die Gassen. Damit warnte er vor dem Feuer und setzte die Löschmannschaften in Gang. Ein Feuerläufer war also wichtig und angesehen.

Nils fragt: Was ist ein Kilometerstein?

Das ist ja eine beeindruckende große Steinsäule, die da an der Straße in Hochdorf steht. Ziffern und altertümliche Buchstaben stehen darauf. Nils hat das am Wegrand entdeckt und ist neugierig, was es damit auf sich hat. Gut, dass Papa Nagbert Bescheid weiß. „Das ist ein Kilometerstein“, antwortet er und erklärt auch gleich, dass diese alten Steine Wegemarken für die Menschen waren, die auf Straßen oder Flüssen unterwegs waren. Früher gab es ja nicht solche gelben Straßenschilder wie heute, auf denen dann steht „Mutterstadt – sechs Kilometer“. Und Navigationsgeräte, die die Richtung und die Entfernung anzeigen, gab es erst recht nicht. Deswegen wurden an wichtigen Straßen solche Steine aufgestellt. Damals waren Reisende ja auch sehr langsam unterwegs und es war wichtig zu wissen, ob sie ihr Ziel noch bei Tag erreichen konnten. Kilometersteine gibt es heute aber auch noch. Sie sind aus Metall oder Kunststoff und nicht mehr so eindrucksvoll.

Nils erklärt: Eh-da-Flächen

Eh-da-Flächen heißen so, weil sie bereits vorhanden sind – sie sind also „eh da“. Das können zum Beispiel Grünstreifen neben einer Straße oder Hecken zwischen Feldern und Wiesen sein. Wichtig dabei: Die Flächen werden nicht genutzt, zum Beispiel als Acker. Seit einigen Jahren gibt es immer weniger Bienen, weil die Pflanzen mit ihren Blüten, aus deren Nektar sich die Tiere ernähren, immer mehr verschwinden. Auch andere Insekten werden seltener. Das hängt auch damit zusammen, dass der Mensch mehr Platz zum Leben oder für den Anbau seiner Lebensmittel braucht. Da ist es doch eine gute Idee, auf solchen Flächen, die eh da sind und die der Mensch nicht braucht, zum Beispiel Wildblumen und andere Pflanzen auszusäen, die die Bienen mögen. Es kann auch sinnvoll sein, altes Gehölz dort hinzulegen, in dem sich Insekten ansiedeln können. Die Bienen sorgen dann dafür, dass sich in der Umgebung ganz viele Pflanzen vermehren, die viele Lebewesen zum Überleben brauchen. Ihr seht also: Eh-da-Flächen kosten wenig, helfen aber viel. Mittlerweile machen schon fast 30 Orte beim Eh-da-Projekt mit, die meisten in Rheinland-Pfalz.