Nils fragt: Woher kommt das Pepsi im Cola?

Es ist braun, flüssig, ziemlich süß und vielleicht habt ihr es schon mal getrunken: Pepsi Cola. Doch warum heißt dieses Getränk eigentlich Pepsi Cola? Ein Apotheker namens Caleb Bradham in North Carolina in Amerika hat es 1898 erfunden. Der Name Pepsi Cola ist auf die ursprünglichen Inhaltsstoffe Pepsin und Kola-Nüsse zurückzuführen. Seit den 1960er-Jahren gibt es Pepsi Cola auch in Deutschland zu kaufen. 1886 erfand der Arzt und Apotheker John S. Pemberton in Atlanta in Amerika ein ähnliches Getränk: Die Coca-Cola, deren Hersteller heute ein großer Konkurrent des Pepsi-Cola-Produzenten ist. Das genaue Rezept ist laut dem Pepsi-Hersteller Pepsico streng geheim – das behauptet auch Coca-Cola von seiner Formel. Die genaue Zusammensetzung kennen wir also nicht. Sicher ist aber, dass die Limonade Zucker und auch Kohlensäure enthält, die dafür sorgt, dass es bei uns auf der Zunge prickelt.

Nils erklärt: Die Weißtanne

Natürlich ist die Weißtanne nicht weiß eingefärbt, die Nadeln sind klassisch grün. Sie hat ihren Namen von der hellen Rinde. Sie ist wegen ihrer schönen, abgerundeten, weichen Nadeln, die von unten grau sind, beliebt als Weihnachtsbaum. Oft sind Weihnachtsbäume, vermeintliche Tannen, aber Fichten: Die lassen ihre Zapfen hängen, während sie bei den Tannen auf den Zweigen stehen. Fichtenzapfen fallen auf den Boden, einen Tannenzapfen kann man da nie finden. Der zerfällt nämlich am Baum. Von ihm bleibt nur eine dünne, kahle Spindel zurück, die nach oben ragt. Das Holz der beiden ist ähnlich, aber im Gegensatz zur Fichte harzt das der Weißtanne nicht. Früher war deren Holz sehr begehrt und wurde beispielsweise aus dem Schwarzwald zum Schiffsbau nach Holland transportiert.

Rheinland-Pfalz gehört nicht zu den natürlichen Verbreitungsgebieten der Weißtanne. Sie hat sich allerdings nach der letzten Eiszeit von Spanien, Italien und dem Balkan nach Norden verbreitet und soll nun verstärkt hier angesiedelt werden. Ziel ist es, die Fichten in Mischwäldern durch Tannen zu ersetzen. Weil die so langsam wachsen, wird das aber sehr lange dauern. „Förster denken langfristig, 100 Jahre reichen da nicht aus“, erklärt Bernd Rose von Landesforsten.

Nils erklärt: Woher der Senf kommt

Im vierten Jahrhundert nach Christus vermischte der Römer Palladius zerstoßene Senfkörner mit Essig, Olivenöl und Honig. Fertig war die Gewürzpaste. Die Senfkörner sind Samen einer wilden Kohlart, die zur Familie der Kreuzblütler gehört. Die Pflanzen entwickeln kleine Schoten mit bis zu 25.000 Samen. Diese sind geschmacklos. Erst, wenn sie zermahlen werden, entsteht ein aromatisches Öl, das Allyl-Senföl. In früheren Zeiten konnten sich ärmere Leute keine teuren Gewürze leisten. Pfeffer und viele andere Gewürze wurden aus Südostasien oder Afrika nach Europa per Schiff gebracht und waren oft so teuer wie Gold. Da aber jeder seine Speisen würzen wollte, fand man in der Senfpflanze einen guten Ersatz.

Ob ein Senf scharf, mild oder süß sein soll, hängt von der Senfsaat ab. Gelbsenfsaat nimmt man für eher mildem Senf, Braunsenfsaat, um scharfen Senf zu produzieren. Beim süßen Senf werden beide Sorten verwendet, und es kommen noch Zucker hinzu und eine geheime Würzmischung, die die Hersteller nicht verraten. Die gelbe Farbe bei allen Senfsorten entsteht durch den Zusatz von Kurkuma, auch Gelbwurz genannt. Diese Pflanze kommt aus Südasien.

Bereits im 17. Jahrhundert nutzte man die Redewendung „Seinen Senf dazugeben“, wenn jemand ungefragt seine Meinung äußert. Da Senf früher etwas Besonderes war, gaben die Gastwirte zu fast jedem Essen Senf dazu, um die Mahlzeit aufzuwerten – selbst, wenn der Senf überhaupt nicht zum Essen passte. Pfannkuchen oder Grießbrei mit Senf? Da hat wohl jemand ungefragt seinen Senf dazugegeben!

Nils fragt: Was ist ein Artist?

Das Wort Artist leitet sich von dem lateinischen Wort „artista“ ab. Es bedeutet so viel wie Künstler. Artisten sind aber keine Menschen, die Bilder malen, Musik spielen oder Skulpturen aus Stein hauen. Stattdessen beherrschen sie die Kunst der Artistik. Das heißt, dass sie ihren Körper auf ganz besondere Art und Weise beherrschen. Du kennst sie aus Zirkussen und hast vielleicht auch schon mal einen Straßenkünstler gesehen. Zu den Artisten gehören Leute, die Bälle jonglieren, Feuer schlucken, auf dem Seil tanzen oder sich verbiegen als wären ihre Gelenke aus Gummi.

Am Samstag waren Artisten aus Berlin in Pirmasens, die die Fassade des ehemaligen Rheinberger-Schuhfabrik hochkletterten.

Nils fragt: Was ist Inkasso?

Stell dir mal vor, jemand hat ein kaputtes Fenster. Und der bestellt einen Handwerker, der ihm das Fenster repariert. Der Handwerker schickt dem Auftraggeber anschließend eine Rechnung. Auf der steht, was für die Reparatur zu bezahlen ist. Schließlich hat der Handwerker ja für den Auftraggeber gearbeitet und ihm vielleicht ein neues Fenster geliefert. Doch jetzt bezahlt der Auftraggeber einfach nicht. Er reagiert nicht auf die Rechnung. Der Auftraggeber schuldet dem Handwerker aber das Geld für die Reparatur. Da er an sein Geld kommen will, muss der Handwerker diese Schulden jetzt irgendwie eintreiben. Diesen Vorgang nennt man Inkasso. Dafür gibt es gesetzlich geregelte Wege. Der Handwerker kann auch spezialisierte Unternehmen mit dem Inkasso beauftragen. Die helfen ihm dann, das Geld einzuziehen.

Nils fragt: Was ist ein Ortsbürgermeister?

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wer eigentlich bestimmt, was in eurem Heimatort passiert? Jeder Ort in Deutschland hat einen Chef und den nennt man Ortsbürgermeister. Wer Bürgermeister wird, entscheiden die Bürger bei einer Wahl. Als Chef des Ortes hat der Bürgermeister ganz schön viel zu tun. Gemeinsam mit dem Gemeinderat trifft er wichtige Entscheidungen, zum Beispiel, ob in eurem Ort ein neuer Spielplatz gebaut werden soll. Man nennt das auch „Politik machen“. Der Ortsbürgermeister bleibt aber nicht sein ganzes Leben lang im Amt, sondern nur fünf Jahre. Wenn die Amtszeit abgelaufen ist, muss neu gewählt werden. Finden sich für eine reguläre Wahl keine Bewerber, die gerne Ortsbürgermeister werden möchten, dann kann auch der Gemeinderat wie jetzt in Martinshöhe ein Ortsoberhaupt wählen. Wenn ihr den Bürgermeister eures Ortes sucht, findet ihr in wahrscheinlich im Rathaus. Dort hat er in der Regel sein Büro.

Nils fragt: Was ist Vollbeschäftigung?

Wenn wir Biber uns eine neue Burg bauen, dann haben wir alle Pfoten voll zu tun. Wir sind dann voll beschäftigt. Wenn ihr Menschen von Vollbeschäftigung redet, meint ihr meistens etwas anderes. Bei euch geht es ums große Ganze, um eure Volkswirtschaft – das ist alles, was in einem Land mit Wirtschaft zu tun hat – und um eueren Arbeitsmarkt. Auf dem Arbeitsmarkt bieten Unternehmen – das sind Arbeitgeber – Arbeitsplätze an für Arbeitnehmer.

 

Vollbeschäftigung bedeutet, dass so gut wie alle Menschen, die arbeiten wollen, auch einen Arbeitsplatz finden. Das ist sehr wichtig. Denn wenn Menschen ungewollt arbeitslos sind, leiden sie. Erstens, weil sie dann kein Geld verdienen. Und zweitens arbeiten viele gerne, weil es ihnen Spaß macht, etwas Sinnvolles zu tun. Sie treffen bei der Arbeit Kollegen und Kolleginnen und lernen viel dazu.

Im Juli lag die Arbeitslosenquote bei 5,1 Prozent

 

Wie hoch die Arbeitslosigkeit in einem Land ist, können Experten ausrechnen. Dazu braucht man die Anzahl der Arbeitslosen. Die wird von der Bundesagentur für Arbeit ermittelt, bei der sich Menschen arbeitslos melden. Die Anzahl der Arbeitslosen wird geteilt durch die Summe der Erwerbstätigen und Arbeitslosen. Das Ergebnis dieser Teilung wird mal 100 genommen. Und schon haben wir die Arbeitslosenquote. Für ganz Deutschland lag sie im Juli übrigens bei 5,1 Prozent.

 

Wann Vollbeschäftigung herrscht, regelt in Deutschland kein Gesetz. Die Experten sind sich da nicht so ganz einig. Es ist üblich, dass immer einige Menschen arbeitslos sind. Etwa, wenn sie ihren Arbeitsplatz wechseln wollen. Manche sagen, Vollbeschäftigung sei bei 2 Prozent erreicht. Andere meinen, schon bei 5 Prozent herrsche Vollbeschäftigung. Derzeit sind aber die meisten Fachleute der Meinung, dass Vollbeschäftigung bei Arbeitslosenquoten von 3 Prozent und weniger erreicht sei.

Nils fragt: Wie kam der Napoleonfelsen zu seinem Namen?

In Bruchweiler gibt es zwei Premium-Wanderwege: den Bären-Steig und den Napoleon-Steig. Letzterer hat seinen Namen vom Napoleonfelsen, der wiederum nach Napoleon benannt ist. Das war ein französischer Feldherr und Kaiser. Da hab’ ich mich natürlich gefragt: „Warum trägt ein Fels in Bruchweiler den Namen eines französischen Feldherren?“ Dazu gibt es zwei Geschichten, hat mir Bürgermeister Michael Zwick erzählt. Die eine besagt, Napoleon soll tatsächlich schon mal dort gewesen sein. Das glaubt der Bürgermeister aber nicht. Die andere Erklärung beruht auf der Form des Felsens. Die Spitze sieht nämlich so ähnlich aus wie ein Zweispitz. So nennt man den Hut, den Napoleon getragen hat. Ganz viele andere Geschichten aus Bruchweiler haben wir übrigens am Donnerstag bei unserem Dorfspaziergang erfahren. Seite 4

Nils berichtet: Königin der Mode wird gesucht

«Speyer.» Vor drei Jahren gab es in der Speyerer Postgalerie einmal die Wahl zur „Miss Postgalerie“. In diesem Jahr wird in der Postgalerie eine „Styling Queen“ gewählt. Es geht dabei darum, wer sich am modischsten kleidet. Der Wettbewerb findet am Samstag, 15. September, 10 bis 18 Uhr statt. Bis zum 31. August können sich Frauen zwischen 18 und 60 Jahren bewerben. Die Postgalerie und eine Firma, mit der sie die Veranstaltung ausrichtet, wählen aus den Bewerberinnen einige aus, die jeweils 300 Euro erhalten, um für ihr „Styling“ in der Postgalerie einzukaufen. Als Vorgabe erhalten sie am 15. September ein Motto. Danach stellen sie sich einem Preisgericht: Wer war die Beste? Für die Siegerinnen soll es Preise im Wert von 1000 Euro geben. Bewerbungen: bewerbung@euromodel.de.

Nils erklärt: Futter wird teurer, Tiere werden billiger

Je begehrter ein Produkt ist, desto teurer wird es. Wenn das Interesse daran sinkt, wird es wieder billiger. Das kann man derzeit an den Preisen für Tierfutter und Tiere sehen: Weil dieser Sommer wochenlang heiß und trocken war, hat die Natur gelitten. Die Weiden etwa, auf denen Kühe normalerweise grasen, sind vielfach braun und ausgetrocknet. Also müssen Bauern vermehrt anderes Futter kaufen, was dessen Preis in die Höhe treibt.

Dass lebende Tiere billiger wurden, ist davon eine Folge: Weil das Futter für sie nun teurer ist, kosten sie ihre Besitzer mehr Geld und das Interesse anderer daran, sich Tiere zu kaufen, sinkt. Und mit ihm ihr Preis. Für Viehbauern ist das doppelt blöd: Sie müssen mehr Geld für das Futter ausgeben und bekommen weniger, wenn sie Tiere verkaufen.