Wenn deine Eltern für dich etwas kaufen möchten, beispielsweise ein neues Fahrrad, nennt ihnen das Geschäft den Preis – und deine Eltern entscheiden, ob sie so viel bezahlen wollen oder lieber in einen anderen Laden mit preisgünstigeren Angeboten gehen. Bei einer Versteigerung ist das anders: Wer ein Fahrrad oder eine andere Sache ersteigern möchte, nennt den Preis, den er zu bezahlen bereit ist. Dieses Gebot können andere Leute, die an der Versteigerung teilnehmen, übertreffen. So steigt der Preis, bis zum Schluss das Höchstgebot vorliegt. Die Ware bekommt derjenige, der am meisten dafür bezahlen will. Man sagt dazu auch: Er erhält den Zuschlag. Ein anderer Begriff für Versteigerung ist übrigens Auktion. Die Person, die eine Versteigerung durchführt, ist ein Auktionator.
Autor: nilsnager
Nils erklärt: Stickstoff kann gut und schlecht sein
In der Natur gibt es viele chemische Elemente. Eines davon ist Stickstoff. Den Namen habt ihr vielleicht schon mal gehört. Mit Stickstoff ist es wie mit fast allen Dingen im Leben: Er kann gut und schlecht sein. Gut ist Stickstoff zum Beispiel für Pflanzen. Die freuen sich, wenn sie ihn aufnehmen können, denn er ist gut für ihr Wachstum. Daher ist Stickstoff in der Regel in dem Pflanzendünger, den eure Eltern im Garten verwenden. Gar nicht gut ist der Stickstoff aber für die Menschen, wenn aus ihm bestimmte andere Verbindungen entstehen, zum Beispiel Nitrit. Das ist giftig, weil es den Transport von Sauerstoff im Blut verhindert. Wasserversorger wie die Stadtwerke Frankenthal bemühen sich deshalb darum, dass so wenig Stickstoff wie möglich in das Grundwasser gelangt, das später aus eurem Wasserhahn fließt.
Nils erklärt: Viel Gerede um den Spatz
Seit mehr als 10.000 Jahren leben Spatzen in der Nähe der Menschen. Deshalb gibt es zu diesem Singvogel viele Redensarten. Einige stimmen gar nicht. Hier drei Beispiele: Haben dich deine Eltern schon mal Dreckspatz genannt? In Wahrheit sind Spatzen saubere Tiere. Sie baden in Staub und Sand, weil es ihrer Körperpflege dient. Damit halten sie ihr Gefieder von Milben und Flöhen frei – und sind also alles andere als dreckig.
Mit dem Schimpfwort „Spatzenhirn“ werden Menschen verhöhnt, die angeblich nicht so schlau sind. Doch Spatzen sind sehr gelehrig. Manche können sogar Bewegungsmelder bedienen: Sie flattern so lange vor den Türen der Einkaufszentren, bis sie sich öffnen und die Vögel dort nach Essen suchen können. Werden Spatzen zusammen mit Kanarienvögeln aufgezogen, können sie deren Geträller perfekt nachmachen. Frei lebende Spatzen machen die Alarmrufe von Amsel und Star nach – und verstehen Fremdsprachen: Bei Alarmrufen anderer Vogelarten flüchten sie ebenfalls. Wenn ein Mensch „wie ein Spatz isst“, dann soll das „wenig“ bedeuten. Ein ausgewachsener Spatz kann aber im Vergleich zu seinem Körpergewicht richtig viel Futter verdrücken. Umgerechnet braucht er ungefähr zehnmal so viel Nahrung wie ein Mensch.
Nils fragt: Wer waren die Kelten?
Der Begriff Kelte hat nichts mit Kälte zu tun, sondern kommt aus der griechischen Sprache: Dort bezeichnet das Wort „Keltoi“ die „Erhabenen“ oder die „Tapferen“. Keltische Krieger waren gefürchtete Kämpfer mit Schwert, Lanze und Schild. Ab etwa 1200 vor Christi Geburt siedelten Kelten in West-, Mittel- und Südeuropa sowie in Kleinasien – und eben auch im Pfälzerwald. Untergliedert waren die Kelten in viele Stämme, etwa die Gallier. Sie bauten Siedlungen und feste Wege. Die Kelten waren Landwirte und züchteten Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen.
Sicherlich kennt ihr alle Asterix, den Gallier, der in seinem kleinen Dorf mit seinen Freunden den Römern das Leben schwer machte. Wer sich die Asterix-Comics genau anschaut, der erkennt sogar recht gut, wie die Kelten damals gelebt haben: in einfachen Holzhütten, die mit einem mächtigen Zaun aus Holzstämmen oder Weidengeflecht vor wilden Tieren oder Angreifern geschützt waren.
Nils fragt: Was ist denn der Flexpreis?
Habt ihr schon mal das Wort Flexpreis gehört? Wenn nicht, ist das nicht erstaunlich, denn es ist noch ziemlich neu. Früher war es normal, dass man sich mit einer Bahnfahrkarte aussuchen konnte, mit welchem Zug man fahren will. Dann hat aber die Bahn angefangen, Fahrkarten zu verkaufen, die nur in einem bestimmten Zug gelten. Das hat für die Bahn den Vorteil, dass sie unterschiedliche Preise machen kann. Tickets für Züge, in denen noch viel Platz ist, kosten weniger als für Züge, mit denen viele Leute fahren wollen. Die Fluggesellschaften machen das schon seit langer Zeit so.
Die Fahrkarten, mit denen man sich seinen Zug aussuchen kann, hießen lange Zeit Normalpreis-Tickets. Für die Bahn war es ärgerlich, dass Fluggesellschaften oder Fernbusunternehmen ihre günstigsten Angebote immer gerne mit dem „Normalpreis“ der Bahn verglichen haben. Da sah es immer so aus, dass die Bahn sehr teuer ist, obwohl es bei ihr auch günstigere Fahrkarten gibt. Deshalb nennt sie den früheren Normalpreis jetzt Flexpreis. Dessen Höhe ist vor allem für Reisende verständlich, die auch den Flugverkehr kennen. Dort sind Tickets, mit denen man frei von einem Flug auf einen anderen umbuchen kann, nämlich sehr teuer. Im Vergleich dazu wirkt der Flexpreis der Bahn meistens noch ziemlich günstig – vor allem, wenn man eine Bahncard 50 hat und nur die Hälfte des Flexpreises bezahlt.
Nils fragt: Seit wann sind Kissen weich?
Es gibt doch nichts Schöneres als ein gemütliches, weiches Kissen, oder? Doch die Menschen kannten so etwas nicht schon immer. In der Steinzeit hat man sich zum Schlafen eine Kuhle gebuddelt, in die man gerade so reingepasst hat. Der Kopf lag dabei etwas höher als der Rest – denn er ist ja nicht so breit wie die Schultern. Aus demselben Grund hatten die alten Ägypter Betten mit einer Kopfstütze aus Holz. Doch das war lange nicht so gemütlich wie unsere Kissen heute. Erst die Römer hatten in ihren luxuriösen Betten Kissen, die mit Federn gefüllt waren. Fast so gemütlich wie die, die Silke Schirmer und Esther Freiermuth bei der RHEINPFALZ-Sommertour genäht haben.
Nils berichtet: Zum Schulanfang besonders vorsichtig
Bei der Vorbereitung auf den Schulweg und die Teilnahme am Straßenverkehr sind natürlich die Eltern behilflich, aber auch die Verkehrswacht, die Speyerer Polizei und die Sparkasse. Sie veranstalten gemeinsam die 49. Aktion „Gib acht – Schulanfänger“. Dabei werden am 15. und 16. August 800 Schulanfänger aus Speyer und dem Umland in die Stadthalle eingeladen, um in spielerischer Form zu lernen, was es heißt, sich sicher im Verkehr zu bewegen. Als Geschenk und als Erkennungszeichen bekommen sie gelbe Mützen geschenkt. Der Hin- und Rücktransport der Schulanfänger erfolgt durch Busse, die wie die Mützen von der Verkehrswacht und der Sparkasse bezahlt werden.
„Kinder können den Verkehr nicht in gleicher Weise überblicken und Gefahren erkennen wie die Erwachsenen“, erklärt Matthias Michel, Vorsitzender der Verkehrswacht Speyer, die Bedeutung der Aktion.
Nils fragt: Was ist eine Jurte?
Wer am Lager der Malteser Jugend vorbeikommt, was gar nicht so leicht ist, weil das Camp umzäunt ist und eine Baustelle den Weg entlang der Mannheimer und Ludwigshafener Straße absperrt, der kann ein großes, schwarzes Zelt sehen. Einige Gruppen, die aus ganz Deutschland nach Frankenthal gekommen sind, haben solche schwarzen Zelte auch in kleineren Ausführungen dabei und schlafen darin. Die etwas anders aussehenden Zelte heißen Jurten. Das sind Wohnzelte, die Nomaden – Menschen, die mit ihren Tieren umherziehen – schon sehr lange nutzen. Übersetzt bedeutet Jurte „Heim“ oder „Heimat“. Das Besondere: Man kann in ihnen ein Feuer machen, das nicht nur wärmt, sondern auch als Kochstelle dient. Und warum haben die Malteser Jurten? Weil viele Malteser aus der Pfadfinder-Bewegung kommen, erklärt Jens Laumann, der für den Aufbau der ganz großen Jurte auf dem Bolzplatz verantwortlich war. Wohnzimmer nennen die Malteser diese Jurte, weil sich viele Teilnehmer abends dort treffen, am Feuer sitzen, erzählen und singen.
Nils erklärt: Was Maria Montessori zur Kindererziehung sagte
In Pirmasens im Rheinberger-Gebäude gibt es eine Montessori-Schule. Schwieriger Name, aber was bedeutet das denn? Maria Montessori war eine italienische Ärztin und Pädagogin, die von 1870 bis 1952 gelebt hat. Sie hat eigene Methoden entwickelt, wie Kinder am besten spielerisch lernen. Dabei sollen Kinder zu selbstständigen Menschen erzogen und besonders gefördert werden. „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist das Motto. Montessori war es wichtig, die Neugierde von Kindern zu wecken. Denn Kinder entwickeln sich am besten, wenn sie von etwas begeistert sind und ihr eigenes Tempo haben dürfen, sagte sie. Die Pädagogin und Ärztin hat Materialien für Sprach- und Mathematik-Unterricht entwickelt, aber auch Spiele, bei denen sich die Kinder gegenseitig helfen. Es gibt Montessori-Kindertagesstätten und Montessori-Schulen.
Nils berichtet: Mit dem Charter in Urlaub fliegen
Bist du schon einmal mit deinen Eltern an einen beliebten Ferienort geflogen? Und saßen in dem Flugzeug auch viele andere Leute, die in den Urlaub wollten? Dann war euer Flug vermutlich ein sogenannter Charterflug (gesprochen „Tscharter-Flug“). Reiseanbieter organisieren solche Flüge, wenn genügend Leute zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Urlaubsort reisen möchten. Es liegen dann so viele Buchungen vor, dass alle oder wenigstens fast alle Plätze im Flugzeug besetzt sind und sich der Flug damit auch wirklich lohnt. Bei sogenannten Linienflügen ist das anders. Linienflugzeuge starten immer zu einer bestimmten Zeit, unabhängig von der Anzahl der Fluggäste. Ihre Flugzeiten sind in einem Flugplan schon lange vor dem Abflug festgelegt und gelten unabhängig von der Anzahl der Passagiere. Der Begriff „Charter“ stammt übrigens aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Anheuern oder Mieten.