Nils erklärt: Kinderarmut gibt es auch bei uns

Wenn in den Nachrichten über Armut berichtet wird, dann geht es oft um Afrika oder Lateinamerika. Doch es stimmt – bei uns gibt es ebenfalls Armut, und die trifft auch Kinder. Deren Eltern haben meist keinen Job. Sie bekommen Unterstützung vom Staat. Hartz IV heißt das Programm. Mit dem Geld, das sie bekommen, können sie Miete, Essen und Kleidung bezahlen. Armut in Deutschland heißt also nicht gleich, das Kinder hungern müssen, allerdings können ihre Familien es sich oft nicht leisten, gesundes Essen zu kaufen oder eine neue warme Winterjacke. Oder das Geld reicht nicht, um Nachhilfe für die Schule zu bezahlen, von Klavierunterricht ganz zu schweigen. Es gibt Eltern, die können ihre Kinder nicht bei einem Sportverein anmelden – Mitgliedsbeitrag und Ausrüstung sind für sie zu teuer. In solchen Fällen kann der Pakt für Pirmasens aber manchmal helfen.

Nils fragt: Was ist ein Discounter?

Obst, Nudeln oder Süßigkeiten: Viele Produkte kaufen wir in einem Discounter-Supermarkt (ausgesprochen: Diskaunter). Das Wort stammt vom Englischen „discount“ und heißt so viel wie „Rabatt“ oder „Nachlass“. Auch in Deutschland gibt es zum Beispiel mit Aldi und Lidl solche Discounter. Ihr Sortiment ist in der Regel eingeschränkt. Die Waren sind oft günstiger als bei anderen Supermärkten.

Nils berichtet: Bunte Bilder im bunten Museum

Wenn ihr zwischen vier und sechs Jahre alt seid, könnt ihr am Dienstag selbst zu kleinen Klecksstrolchen werden. Von 16 bis 17 Uhr gibt es dann wieder den Mitmachkurs für Kinder im Wilhelm-Hack-Museum. Damit ihr tolle Ideen bekommt, was ihr alles malen könnt, dürft ihr euch vorher im Museum umschauen. Dort hängen Bilder von bekannten Künstlern. Falls ihr am Dienstag keine Zeit habt, aber trotzdem gerne mitklecksen würdet, ist das kein Problem. Am 14., 21. und 28. November und auch am 5. Dezember treffen sich die „Klecksstrolche“ wieder. Mitzumachen kostet 25 Euro. Übrigens: Auch wenn ihr noch nie im Hack-Museum gewesen seid, ist es nicht zu übersehen. Es steht in der Berliner Straße und ist an einer kunterbunten Außenwand zu erkennen.

Um beim Kurs am Dienstag dabei zu sein, müssen euch eure Eltern anmelden. Das geht entweder per E-Mail an hackmuseum@ludwigshafen.de oder telefonisch unter 0621/504-3045.

Nils erklärt: Die Kraniche sind unterwegs in den Süden

Den Winter verbringen Kraniche in Südfrankreich oder in Spanien. Dort ist es nicht so kalt wie in den Ländern im Norden und Nordosten Europas, wo sie im Sommer leben und ihre Jungen aufziehen. Immer im Herbst machen sich die Vögel auf den Weg in den Süden. Gruh, gruh, grüh, grüh-Rufe sind dann zu hören. So ein Kranich kann bis zu 1,30 Meter groß werden, seine Flügelspannweite kann bis zu 2,45 Meter betragen. Sie sind die größten Vögel, die in Deutschland leben. Rund 200.000 Kraniche fliegen im Herbst über Deutschland hinweg.

Nils erklärt: Warum es „fünf Jahreszeiten“ gibt

Noch gut eine Woche, dann wird die neue Fasnachtskampagne eingeläutet. Am 11. November ist es wieder soweit. Pünktlich um 11.11 Uhr dürfen alle Narren sich in den fröhlichen Trubel stürzen. Die Kampagne geht ja traditionell vom 11. November bis zum Aschermittwoch, der 2018 am 14. Februar sein wird. Bestimmt habt ihr auch schon gehört, dass dieser Zeitraum, in dem viele Fasnachtsvereine zu Prunksitzungen und Festen einladen, auch „fünfte Jahreszeit“ genannt wird. Das ist insofern Quatsch, weil ja mit Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter schon das ganze Jahr abgedeckt ist. Da aber Fasnacht für viele Menschen sehr, sehr wichtig ist und die Prunksitzungen und Umzüge von ganz vielen Feierfreudigen besucht werden, ist die Fasnacht schon ein sehr bedeutender Abschnitt im Jahr. Und deshalb hat sich umgangssprachlich der Begriff „fünfte Jahreszeit“ etabliert. Den Begriff könnt ihr übrigens für viele Zeiträume verwenden, die etwas Besonderes sind. Manche sprechen auch von der Kerwe als „fünfter Jahreszeit“ im Ort.

Nils fragt: Was für ein Land ist Aserbaidschan?

Aserbaidschan ist ein Staat in Asien. Es liegt am Kaspischen Meer und ist ein bisschen größer als Österreich. Die Hauptstadt heißt Baku, dort regiert Präsident Ilham Alijew.

In dem Land haben strenge Menschen das Sagen. Man sagt dazu, es hat eine autoritäre Regierung. Knapp zehn Millionen Menschen leben dort, die meisten sind Muslime. Arm ist das Land nicht. Denn es gibt dort viel Öl und Gas. In Konflikt ist das Land mit Armenien wegen der Region Berg-Karabach.

Nach Angaben der Datenbank „Länderdaten“ sind 2016 insgesamt 5855 Menschen aus Aserbaidschan geflohen und haben einen Asylantrag in anderen Ländern gestellt. Nach Deutschland flohen 4573 Menschen aus Aserbaidschan. Nur rund 14 Prozent der Neuanträge wurden angenommen. Über die Abschiebung entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Wer nicht politisch verfolgt wird, muss meistens zurück. Auch wenn sich Asylbewerber integrieren und rasch Deutsch lernen, beeinflusst das den Ausgang des Asylverfahrens nicht.

Nils fragt: Was ist ein Dienstwagen?

Für eine Firma kann es sehr wichtig sein, ihre Kunden regelmäßig zu besuchen, um nach deren Zufriedenheit zu fragen und neue Aufträge zu bekommen. Dem Mitarbeiter, der zu den Kunden fährt, stellt sie dafür häufig einen Dienstwagen zur Verfügung, den meist kein anderer aus der Firma nutzt.

Oft darf der Mitarbeiter den Dienstwagen sogar für seine privaten Fahrten nehmen, also beispielsweise für Fahrten mit seinen Kindern, zum Einkaufen oder in den Urlaub. Das hat den Vorteil, dass sich der Mitarbeiter den Kauf eines eigenen Autos vielleicht ganz sparen kann.

Die Bereitstellung eines Dienstwagens für die private Nutzung ist deshalb so, als würde die Firma dem Mitarbeiter mehr Geld für seine Arbeit bezahlen. Für diesen sogenannten geldwerten Vorteil muss der Mitarbeiter deshalb auch Steuern zahlen. Ein anderer Begriff für Dienstwagen ist Dienst- oder Firmenauto.

Nils fragt: Wer hat denn das Riesenrad erfunden?

Am kommenden Wochenende habt ihr die Möglichkeit, bei einer Fahrt im Riesenrad unsere Stadt aus der Vogelperspektive zu bewundern. Ihr werdet staunen, sie erscheint euch von oben bestimmt ganz anders. Die Idee, ein solch überdimensionales Rad zu bauen, hatte ein junger Amerikaner. Der hieß George Ferris und war eigentlich Brückenbauer. Für die Weltausstellung in Chicago im Jahr 1893 wollte er etwas Außergewöhnliches und Neues konstruieren. Sein Riesenrad sollte genauso eine Attraktion werden wie zuvor der Eiffelturm in Paris. Die Erfindung war tatsächlich ein Riesenerfolg, die Besucher waren begeistert. Als die Weltausstellung aber beendet war, interessierte sich niemand mehr dafür. Keiner wollte ihm sein Riesenrad abkaufen. Ferris starb sehr arm, ohne zu ahnen, dass seine Erfindung noch einen Siegeszug um die ganze Welt antreten sollte und heute in vielen Städten und auf vielen Jahrmärkten zu finden ist. Ein bisschen Ruhm aber ist ihm geblieben. Im amerikanischen Englisch heißt das Riesenrad bis heute „Ferris Wheel“, benannt nach dem Erfinder.

Stadtnotizen: Nils berichtet: Auf Haselmaus-Suche

Gibt es bedrohte Haselmäuse in Speyer? Mit dieser Frage haben sich die sechsten Klassen des Speyerer Schwerd-Gymnasiums befasst. Klar, dass ich mich als ihr Nagetier-Verwandter für das Ergebnis interessiere. Die Haselmaus ist klein, scheu, meist nachts in dichten Sträuchern unterwegs – und vom Aussterben bedroht. Um sie schützen zu können, muss ihr Verbreitungsgebiet bekannt sein. Deshalb sind 60 Schwerd-Schüler einem Aufruf von Umweltorganisationen gefolgt, den Standort der Haselmaus zu ermitteln, wie Lehrerin Imke Figura sagt. Haselnüsse, die Hauptspeise des Nagers, wurden an verschiedenen Stellen in Speyer gesammelt und auf Fraßspuren hin untersucht. „Es war spannend, zu prüfen, ob tatsächlich eine Haselmaus die Nuss angeknabbert hat oder ein anderes Tier“, sagt Tom aus der 6b. „Ich bin mir sicher, dass wir ein paar Nüsse gefunden haben, die Fraßspuren der Haselmaus aufweisen“, so Helene. Diese wurden nun zu den Organisatoren nach Mainz geschickt, die die Speyerer Ergebnisse auswerten.

Ein Grundkurs für ehrenamtliche Betreuer von Hilfsbedürftigen wird ab Montag, 6. November, in Speyer angeboten. Veranstalter ist der SKFM-Diözesanverein. Wer an den drei Themenabenden an den Montagen 6., 13. und 20. November (Caritas, Nikolaus-von-Weis-Straße 6) teilnimmt, erhält zum Abschluss ein Zertifikat. Die Gebühr beträgt 10 Euro. Anmeldung ist bis Donnerstag, 2. November, unter E-Mail andrea.herrmann@skfm.de, annegret.robbauer@skfm.de oder den Telefonnummern 06232 209169 und 10012012 erforderlich.